Perlentaucher - Online Kulturmagazin mit Presseschau, Rezensionen, Feuilleton

zuletzt aktualisiert 17.10.2026, 14.00 Uhr
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Aus dem Archiv
  • Perlentaucher-Debatte Literaturkritik im Netz: Angestoßen von Wolfram Schütte. Mit Beiträgen von Sieglinde Geisel, Jan Dress und anderen
  • Daniele Dell'Agli: Aufruhr im Zwischenreich: Plädoyer für eine Befreiung des Themas Sterbehilfe aus dem Griff der Politik und mit ihr paktierender Verbandseliten
  • Monotheismus-Debatte im Perlentaucher: Angestoßen von Jan Assmann. Mit Beiträgen von Klaus Müller, Peter Sloterdijk und anderen
  • Die Beschneidungsdebatte: im Perlentaucher und in anderen Medien
  • Debatte "Islam in Europa": Mit Beiträgen von Pascal Bruckner, Ian Buruma, Necla Kelek, Lars Gustafsson, Adam Krzeminski, Bassam Tibi u.a.
  • Der dänische Karikaturenstreit: Eine europäische Presseschau
  • Die Walser-Affäre: Der Streit um Martin Walsers Roman "Tod eines Kritikers"
  • Der 11.September: Eine Presseschau
  • Fallende Blätter: Zur Lage des Feuilletons heute
Perlentaucher-Autoren
  • Götz Aly
  • Elke Schmitter
  • Angela Schader
  • Marie Luise Knott
  • Thierry Chervel
  • Benita Berthmann
  • Lukas Pazzini
  • Thekla Dannenberg
  • Lukas Foerster
  • Thomas Groh
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  • Jürgen Habermas
  • Richard Herzinger
  • Necla Kelek
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Perlentaucher-Fakten

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Bücher
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Buchautoren

Übersicht

IM KINO

Die Welt im Fluss

14.10.2026. Im Gespräch mit Fremden kann es passieren, dass das Innerste nach Außen tritt. Sebastian Brameshubers "London" ist ein gefühlvolles Kammerspiel, das das Auto seiner Hauptfigur kaum einmal verlässt. Von Tilman Schumacher. Mehr...

IM KINO

Kein Funken Selbstreflexion

14.10.2026. Die Reichen und Schönen treffen sich für ein scheinheiliges Charity-Event in Griechenland und werden dort von einer esoterischen Umweltsekte heimgesucht. Romain Gavras' Milliardärs-Satire "Sacrifice" bewegt sich auf bekanntem Terrain, punktet aber mit einem glänzend aufgelegten Cast. Von Michael Kienzl. Mehr...

IM KINO

Die Tränen der Monster

08.10.2026. Ein koreanisches Kaff wird von mysteriösen humanoiden Wesen heimgesucht, ein Polizist nimmt den Kampf auf. So weit so geradlinig - aber unter seiner rasanten Oberfläche ist Na Hong-jins Actionfilm "Hope" ziemlich wahnwitzig und überkandidelt. Von Robert Wagner. Mehr...

IM KINO

Doppelgesichtiges Enigma

01.10.2026. Eine veröffentlichte Autorin ist Lowen schon, doch zu ihrer eigenen Stimme findet sie erst, als sie die Bestsellerserie einer anderen Schriftstellerin als Ghostwriter übernimmt. Michael Showalters "Verity" ist eine selbstreflexive und selbstbewusste Softsexphantasmagorie im Stil Brian De Palmas. Von Kamil Moll. Mehr...

IM KINO

Man lernt, indem man stirbt

23.09.2026. Hier enthält jeder Tod eine Lektion: In Kenichiro Akimotos Animationsfilm "All You Need Is Kill" bleibt eine Soldatin in einer Zeitschleife stecken und wird wieder und wieder von Killerblumen attackiert. In visueller Hinsicht beeindruckt der Film - und kann seinen eigenen Adrenalinpegel dennoch nicht halten. Von Lukas Foerster. Mehr...

IM KINO

Armageddon ist eine Nummernrevue

17.09.2026. Kompetente Gegenwehr sucht man vergebens, wenn in Zach Creggers "Resident Evil" eine Zombiearmee Raccoon City überrollt. Der Film, der nur sehr lose auf der gleichnamigen Videospielreihe basiert, schaut mit einigem Sinn für Humor dem stümperhaften Rest der Menschheit beim Überlebenskampf zu. Von Karsten Munt. Mehr...

IM KINO

Was will man sehen, was hält man aus

15.09.2026. Der Vater wird wegen Verdacht auf Besitz von Kinderpornografie verhaftet, die Mutter versucht ein Bild von ihm zu bekommen, mit dem sie weiterleben kann. Marie Kreutzers "Gentle Monster" erzählt von einer Normalität, in der das Monströse einen Platz finden kann. Von Benjamin Moldenhauer. Mehr...

IM KINO

Immens amüsante Schnurrpfeiferei

08.09.2026. Befinden wir uns hier in "The Matrix"? Nein, sondern im neuen Film des passionierten Kino-Quatschmachers Quentin Dupieux, der in "Le vertige" mit Hilfe von absichtsvoll defizitären digitalen Bildern dem Wirklichkeitsprinzip zu Leibe rückt. Von Kamil Moll. Mehr...

IM KINO

Silhouetten auf dem See

09.09.2026. Ein Mann, eine Frau, ein Boot: Nur sehr rudimentär ist Fabrice Aragnos fast dialogfreier "Le Lac" an einer herkömmlichen Handlung interessiert. Leider verflüchtigt sich die geheimnisvolle Anmutung des Films auf die Dauer und macht raunender Allegorik Platz. Die spektakulären Naturaufnahmen beeindrucken dennoch. Von Michael Kienzl. Mehr...

IM KINO

Shit hört nicht auf zu happen

03.09.2026. Im speckig-verranzten Käfig, bewacht von einem Family Man der schlimmsten Sorte. David Michôd möchte aus dem Leben der Boxerin Christy Salters Martin gern ein emotionales Pop-Melodram machen, glaubt aber selbst nicht wirklich an die Geschichte, die er erzählt. Von Lukas Foerster. Mehr...
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Archiv: Presseschauen

Szenische Wahrheitskristalle

17.10.2026.Die FAZ beobachtet im Kölner Kolumba-Museum eigentümliche Symbiosen zwischen der Kunst von Polyklet und den Fotografien von Duane Michals. Außerdem besucht sie Botho Strauß auf seinem Anwesen in der Uckermark. Monopol erlebt bei Joanna Lewickas Inszenierung von Senecas "Thyestes" in Schwerin, dass das Private nicht vor politischem Wahnsinn schützt. Die NZZ versucht sich einen Reim auf den Erfolg von Rapper Haftbefehl zu machen. 

Noch heimtückischer und noch perverser

17.10.2026.In einem von der SZ veröffentlichten Briefwechsel träumen der russische Schriftsteller Michail Schischkin und der ukrainische Verfassungsrechtler Gennadiy Druzenko von einer Zeit nach dem Krieg. Claus Leggewie überlegt in der taz, wie die CDU noch zu retten ist. In der SZ sieht Herfried Münkler den mündigen Bürger in der Krise. Die FAS beobachtet, wie Marine Le Pen und Jean-Luc Melenchon den Hass auf Deutschland schüren. Die Rede vom "Tech-Faschismus" verschleiert die wahren Gefahren, warnt in der FAS die Politikwissenschaftlerin Asma Mhalla.

Archiv: Bücher

Bestaunen all der Wortmonster

17.10.2026.Die FAZ spürt in Botho Strauß neuem Buch die Einsamkeit seines abgeschiedenen Lebens in der Uckermark, die FAS findet dort "poetisches Erkenntnispotential". Außerdem freut sie sich über Ilija Matuskos sanfte Vater-Sohn-Geschichte "Jugo". Die taz macht mit Martina Hefter Kunst in der Leipziger Tieflandsbucht und trifft missgünstige Künstlerkollegen. Dlf Kultur lernt von Simon Strick, warum Faschisierung und Digitalisierung Hand in Hand gehen. 

Als die Zukunft noch offen schien

16.10.2026.Die FR nimmt mit Christian Buckard noch einmal wehmütig im Café Babylon neben Mascha Kaleko, Joseph Roth und Albert Einstein Platz. Gebannt liest sie auch Eka Kurniawans Geschichte eines Kindes im Bann des fanatisch frommen Vaters. Die FAZ lässt sich von Rupert Gaderer erklären, wie Soziale Medien Tribunale errichten. Und der Dlf vergnügt sich, wenn Adriano Sack einen Felix-Krull-Wiedergänger durch die Luxus-Mode-Welt der 2010er Jahre schickt.

Archiv: Magazin

Die Dialektik von Schweigen und Benennen

11.10.2026.Philippe Sands beklagte in seiner Friedenspreisrede das Schweigen über Verbrechen Israels, die er aber selber gar nicht benannte. Er kritisierte die deutsche Regierung, forderte, dass sie Palästina anerkenne und Israel sanktioniere. Die "Staatsraison" nannte er rassifiziert. "Schweigen - und Schweigen über Verbrechen - ist, was ich anfechte und worüber ich schreibe", sagte er - und schien die klaffenden Leerstellen in der eigenen Rede gar nicht zu bemerken.

Literaturnobelpreis für Anne Carson

08.10.2026.Die kanadische Lyrikerin und Gräzistin Anne Carson hat den Literaturnobelpreis 2026 gewonnen. Eine freut sich ganz besonders, ihre Übersetzerin und Perlentaucherin Marie Luise Knott.
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