Stichwort

Hamburg

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Magazinrundschau 11.11.2020 […] Larissa Reissner, Fotograf unbekannt.Ein Buch über den Arbeiteraufstand in Hamburg 1923, fehlgesteuert von der KPD. In Frankreich wird so etwas noch übersetzt, in Deutschland erschien das Buch zuletzt vor ein paar Jahren an entlegener Stelle, aber man kann "Hamburg auf den Barrikaden - Erlebtes und Erhörtes aus dem Hamburger Aufstand 1923", auch in der Gutenberg-Edition lesen. Larissa Reissner (oder […] Seiten in seinen Memoiren, liiert war sie bis zu ihrem frühen Tod im Jahr 1926 mit dem legendären Kommunisten und späteren Stalin-Opfer Karl Radek. 1923 schrieb sie ihre Reportage über den Hamburger Aufstand - die Hamburger Arbeiter wollten Revolution machen und wussten nicht, dass die Partei die Aktion schon abgeblasen hatte. Es gab 21 Tote. "Reissner verbindet eine dramatische, manchmal poetische Erzählung […] Arbeiterinnen, die allzu häufig der Gewalt ihrer Männer ausgesetzt sind, besonders wenn diese keine Arbeit haben. Es gelingt ihr, dieser abgebrochenen Aktion eine epische Dimension zu geben und den Hamburger Hafen als eine monströse Maschinerie zu zeichnen, wo 'nicht ein Qudratzentimeter nackten Bodens übrigbleibt' und wo auf dreißig Kilometern Ausdehnung nur zwei todkranke Bäumchen wachsen." […]
9punkt 13.08.2020 […] Dass Gruner und Jahr sein berühmtes Haus in Hamburg verkaufen muss, das noch aus Zeiten stammt, als man mit Medien dickes Geld machen konnte, ist für Peter Burghardt in der SZ (die ihr Verlagsgebäude mitten in München ja längst schon verlassen hat) ein symbolischer Moment. Nun kommt es noch härter. Das Haus sollte an die Stadt Hamburg gehen. "Für die Hamburger Uni sollte die Anlage verwendet werden, gute […] gute Aussichten für Studenten. Gruner und Jahr brauchte einen Käufer, Hamburg griff zu. Doch dann wurde in der vergangenen Woche bekannt, dass Hamburg sein Rücktrittsrecht aus dem Kaufvertrag wahrnimmt. Das Ensemble übernehmen private Investoren unter Leitung des New Yorker Immobilienkonzerns Tishman Speyer. Warum? Weil dieses Unternehmen offenbar mehr bezahlt, auch wenn es zu den Preisen offiziell […]
Efeu 21.03.2018 […] Elbtower, Hamburg 2017. Bild: David Chipperfield Architects. Till Briegleb sieht in der SZ der Hamburger Osterweiterung eigentlich erwartungsfreudig entgegen: David Chipperfield Architekten werden einen 235 Meter hohen Elbtower an den Elbbrücken errichten, am Billebogen in Rothenburgsort: "Dort begrüßen einen bisher Stelzendächer von Stückguthallen, bröckelnde Hafenbecken mit Birkenbewuchs, verlorene […] einer aussterbenden Hafenkultur aus der Zeit, als echte Männer noch echte Säcke in ungeheizte Speicher schleppten, wird in den nächsten Jahren verschwinden." Aber er ahnt auch: "Den distinguierten Hamburger, der so gerne Schirmlampen in die Fenster seiner Altbauwohnung stellt, mag es vor diesem Megazeichen und seinen Implikationen schaudern." […]
9punkt 10.07.2017 […] zu den Hamburger Ausschreitungen beim G20-Gpifel - unmöglich für den Perlentaucher alles widerzuspiegeln. In der SZ sucht Thomas Hummel einen etwas distanzierenden Standpunkt beim Soziologen Simon Teune, der sich mit Protestformen befasst und zunächst die innere Vielfalt des "Schwarzen Blocks" betont, bevor er der Polizei die Hauptschuld am Geschehen gibt: "Seit Jahrzehnten hat man in Hamburg die Taktik […] der diametral anderer Meinung ist, den Tweet: "So schreibt, wer von seiner Münchener Bürgerstube mit dem Fernglas auf die Ereignisse in Hamburg schaut. Peinlich!" In der Berliner Zeitung ist Jochen Arntz fassungslos über das Gesicht, dass der Schwarze Block in Hamburg allen G20-Teilnehmern präsentiert hat, "die ein wenig Erfahrung mit deutscher Vergangenheit haben...: den hässlichen Deutschen, der sich […]
Efeu 28.06.2016 […] Für ihre Nord-Ausgabe hat die taz Petra Schellen zur Hamburger Elbphilharmonie geschickt, die in absehbarer Zeit tatsächlich eröffnet werden soll. Geschrieben hat Schellen gleich zwei Texte: Einen, für den sie sich vorab besonders viel schlechte Laune mitgenommen hat, um am Ende bloß noch zu staunen, wie wunderbar sie den neuen Kulturtempel doch findet: "Etwas Äs­the­ti­sche­res, im guten Sinne Zw […] Die Wände des Ver­wal­tungstraktes sind aus Beton - aber nicht zu hart. An­de­re aus Gips, aber nicht zu weich." Im zweiten Text geht es um die deutlich höhere Saalmiete gegenüber der Laeiszhalle: "Hamburgs Or­ches­ter wer­den also mit Verlusten und internen Quer­fi­nan­zie­run­gen jon­glie­ren müs­sen. Oder aber, nach Ab­klin­gen des Er­öff­nungs-Hy­pes, un­auf­fäl­lig einen immer grö­ße­ren Teil der […]
Efeu 08.12.2015 […] In der SZ bringt Till Briegleb Hintergründe zu den neuen Entwürfen für Hamburgs HafenCity, die vor allem kommerzielle Bedürfnisse berücksichtigen: "Dort, wo einst das eindrückliche Wissenschaftsmuseum von Rem Koolhaas geplant war, wird nun ein Duplikat von Portzamparcs New Yorker 'Prism Tower' als reiner Bürobau die exponierte Wasserecke besetzen. Für Kultur ist nur noch ein riesiges Kino-Center zuständig […] zuständig, während die einst beschworene soziale Mischung der HafenCity gar nicht zur Anwendung kommt. Obwohl die Verpflichtung, bei jedem Neubauvorhaben ein Drittel Sozialwohnungen zu errichten, in Hamburg Gesetz ist, baut Unibail-Rodamco davon keine. Für die soziale Mischung müssen später wohl Billigkettenläden sorgen." […]
Efeu 08.07.2015 […] Münchner Eisbach hat treiben lassen, der weiß, dass hier die Stadt zu sich kommt. Berlin braucht solche Orte heute mehr denn je." In seinem Roman "Vaterjahre" hatte Michael Kleeberg dem Chilehaus in Hamburg ein literarisches Denkmal gesetzt (hier die entsprechende Passage bei Google Books). Nun hat die Unesco das Gebäude auf die Weltkulturerbeliste gesetzt. Was den Schriftsteller in der SZ ganz besonders […] anderes Selbstbild, ein anderes Ethos." (Bild: Chilehaus von Fritz Höger. Foto: lumu / Wikipedia) In der Zeit gibt ein ziemlich gereizter Benedikt Erenz unterdessen zu bedenken, dass das nun so stolze Hamburg sein architektonisches Erbe gerne mal verschleudert: "Denkmalschutz existiert nur dem Namen nach. Was weg muss, muss weg. So funktionierte die "wachsende Stadt" schon immer. Dafür wird dann mit großer […]