Stichwort-Übersicht

Max Brod

Insgesamt 58 Einträge in 4 Kategorien

3 Bücher von insgesamt 15

Marko Martin: Dissidentisches Denken. Reisen zu den Zeugen eines Zeitalters

Cover
Die Andere Bibliothek, Berlin 2019
ISBN 9783847704157, Gebunden, 544 Seiten, 42.00 EUR
[…] vergegenwärtigen, dass diese Umwälzungen eine Vorgeschichte haben, die die Geschichte erst zu einer ganzen Geschichte werden lässt. Czesław Miłosz, aus Polen geflüchtet, wird zum Freund…

Benjamin Balint: Kafkas letzter Prozess

Cover
Berenberg Verlag, Berlin 2019
ISBN 9783946334484, Gebunden, 336 Seiten, 25.00 EUR
[…] nicht geschafft. Max Brod hatte ihn bei sich, als er 1939 mit dem letzten Zug von Prag nach Palästina floh. Im Koffer: Manuskripte, Notate, Kritzeleien von Brods Freund Franz…

Max Brod: Heinrich Heine. Biografie

Cover
Wallstein Verlag, Göttingen 2015
ISBN 9783835313408, Gebunden, 496 Seiten, 29.90 EUR
[…] Diese Biografie handelt nicht nur von Heine, sondern auch von Brod und vom Schicksal der deutschen Juden; als Brod den Text 1934 veröffentlichte, waren die Nazis schon ein Jahr an der…
mehr Bücher


3 Artikel

Vorgeblättert

Vorgeblättert 11.08.2005 […] Welt des Judentums, dessen religiöse Sagen, Geschichten und Handlungsanleitungen ursprünglich mündlich überliefert waren. Über das Gespräch gewinnt Kafka durch Bekannte und Freunde wie Hugo Bergmann, Max Brod, Felix Weltsch, Jizchak Löwy, Martin Buber und Jiři Langer Einblicke in die Erzählwelten der jüdischen Religion. Daß deren Muster die Texte des Landarzt-Bandes, den Proceß-Roman und das Spätwerk geprägt […] der frühen Wirkungsgeschichte in den 30er Jahren noch zu erregten Diskussionen herausforderte, bildet inzwischen selbst, so scheint es, eine versinkende Schicht der Überlieferung: die Tatsache, daß Max Brod 1924 Kafkas Testament mißachtete und gegen seinen Willen (aber im Bewußtsein seiner innerlichen Zustimmung) die nachgelassenen Arbeiten - darunter die drei Romane, Prosaskizzen der Oktavhefte und […] Zusammenhängen erschlossen worden ist. Es gehört jedoch zu den eigenen Gesetzen von Kafkas psychischer Disposition, daß er solche dialektischen Vorgänge der Umkehrung sehr genau gesteuert hat. Wenn er Max Brod mit der Auslöschung seiner Texte beauftragte, so wußte er, daß der Freund, der seine Arbeit wie kaum ein anderer bewunderte, seinem Wunsch nicht entsprechen würde. Die Bitte um Vernichtung der Manuskripte […]

Vorgeblättert

Vorgeblättert 11.08.2005 […] boxt, wiederholt, zögert Felice Bauer mit einer weiteren Antwort. Erst Anfang Oktober 1912 schickt sie einen Brief nach Prag, der jedoch verloren geht. Mit Hilfe diplomatischer Interventionen durch Max Brod und seine Schwester Sophie Friedmann, die der besorgte Kafka als Boten und Mittler einsetzt, wird der profane Grund für das vermeintliche Schweigen der Berliner Korrespondenzpartnerin ausgeforscht […] von Nervositäten' beherrscht. Mehrfach beschließt er, weil er Felices Antworten falsch gedeutet hat, den Kontakt abzubrechen. Mitte November sorgt erst die Intervention des nach Berlin gefahrenen Max Brod für die Aufklärung eines Mißverständnisses (offenkundig hatte Felices Bemerkung, Kafka sei unzufrieden und seiner selbst nicht sicher, schwere Irritationen bei ihm ausgelöst). So gehorcht die Dramaturgie […]

Vorgeblättert

Vorgeblättert 11.08.2005 […] Berlinerin. Als Motiv gibt sie an, daß sie sich für ihre Indiskretion entschuldigen wolle -ein rhetorischer Trick, der auch von Kafka selbst hätte stammen können. Felice ist so irritiert, daß sie zunächst Max Brod einschaltet, der Kafka am 21.November vom Verhalten seiner Mutter informiert. Zwar muß er Brod geloben, die Sache nicht allzu schwer zu nehmen, doch kommt es noch am selben Abend zu "einem fast gänzlich […] Briefwechsel mit Felice setzt in jener Lebensphase ein, da er sich der Singularität seiner Junggesellen-Rolle, welche die Texte der Betrachtung noch spielerisch durchleuchteten, klar bewußt wird. Max Brod steht kurz vor der Eheschließung mit Elsa Taussig, plant den Umzug in eine größere Wohnung und gibt sich bürgerlich-saturiert. Die Schwester Elli hat am 8.November 1912 ihr zweites Kind - die Tochter […] Werbender, als Charmeur und als Mißvergnügter, als Sohn und als erwachsener Mann. Der Wunsch, ein "Mädchen" durch den intellektuellen Eros der "Schrift" an sich zu binden, den Kafka im Juli 1912 gegenüber Max Brod im Blick auf den Weimarer Flirt mit Margarethe Kirchner formuliert, erzeugt ein kaleidoskopisches Spiel mit Identitäten, die einzig in einem imaginären Raum existieren. Der Brief ist das Medium, das […]