Perlentaucher-Autor

Elke Schmitter

Elke Schmitter wurde 1961 in Krefeld geboren. Sie studierte in München Philosophie und war von 1992 bis 1994 Chefredakteurin der taz. Von 2002 bis 2022 arbeitete sie für den Spiegel. Seitdem schreibt sie als freie Autorin. Sie hat Gedichtbände, Erzählungen und Romane veröffentlicht, darunter "Frau Sartoris" (2000) und zuletzt "Alles was ich über Liebe weiß, steht in diesem Buch" (2024).
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Rubrik: Ein Wort Gibt das Andere - 17 Artikel - Seite 1 von 2

Der Hartmut in einem Nebensatz

ein wort gibt das andere 14.07.2026 An heißen Tagen kann man etwas Kühlendes lesen, Flaubert zum Besipiel. Man kann sich aber auch in die Rostlaube begeben und Hartmut Rosa bei einem Gespräch "zur Beziehung von Bürgerschaft und Demokratie" mit dem Peter und dem Stefan folgen. Klar, es geht den Bach runter. Dazu gibt es viele Daten. Aber es geht den Bach auch wieder rauf. Im Grunde war es so, wie es bei jeder Party ist, auf dem Balkon nach Mitternacht, wo die Raucher und die Nichtraucher am Ende eine Gemeinschaft bilden. Von Elke Schmitter

Kampf und Kommunikation

ein wort gibt das andere 01.06.2026 In seiner Droysen-Lecture setzte Andreas Wirsching Geschichtswissenschaft und Gegenwart in Beziehung und nahm dabei drei große Vorgänger unter die Lupe: Thomas Macaulay, Jules Michelet und Heinrich von Treitschke. An dieser Stelle wurde mir die Vorgeschichte meines "Gefühls für Geschichte" schlagartig erhellt, und ich fragte mich, wie einst als Kind: Was hat das mit meinem letzten Weihnachtsgeschenk, dem schimmernden Nicky mit Feinrippbund zu tun? Von Elke Schmitter

Lebensumstände, Unsicherheit, Sinnfragen etc.

ein wort gibt das andere 12.05.2026 Einsamkeit ist keine Erkrankung, lehrte Prof. Dr. Mazda Adli, aber ein Modus, der Erkrankungen ermöglicht. Schuld ist der Kapitalismus. Um zu dieser Erkenntnis zu gelangen, musste man sich einen Weg durch enorme Schneisen und Flächen bahnen und entkräftet auf einer puppenrosa Riesenmöblierung Platz nehmen. Aber die Neurowissenschaften boten Trost: Unser Hirn ist plastisch und lebenslänglich zu Veränderung bereit. Von Elke Schmitter

Mau empfiehlt Zirkuszelte

ein wort gibt das andere 28.04.2026 Auf der Bühne sitzen an diesem Nachmittag zwei ehemalige Einzelhäftlinge aus Belarus. Sie heißen Maria Kolesnikowa und Maxim Znak. Sie war, vor ihrem Verschwinden in der Frauenstrafkolonie IK-4, für viele "das Gesicht" der belarussischen Opposition. Ein herzförmiges, ein geradezu strahlend herzliches Gesicht, das noch beim Prozess gegen sie, im Herbst 2021, zu leuchten schien vor Zuversicht und moralischer Klarheit. Nun sitzt sie da, weiß geworden unter der jahrelangen Tortur, die Lippen rot, das Lächeln unbegreiflich unverändert. Über das taz-Lab. Und über das Überleben mit Prada. Von Elke Schmitter
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