Stichwort: Stalinismus - 12 Artikel
Essay 19.02.2015 Die von Olivier Roy gezogene Parallele zwischen RAF-Terrorismus und "Islamischem Staat" führt in die Irre. Die Mörder aus Paris und Kopenhagen, aber auch aus Nigeria und Syrien folgen einer totalitären Liquidierungslogik, die den Begriff des exterministischen Terrorismus angemessen erscheinen lässt. Eine Begriffsklärung. Von Wolfgang Kraushaar
Essay 05.02.2014 Das einzige Kollektiv, das Miklós Jancsó mit utopischer Energie aufladen wollte, waren die Cinéasten. Sie lehrte der große Virtuose der Plansequenz, dass jede Veränderung der Verhältnisse mit einer Veränderung der Wahrnehmung beginnen muss. Dem großen ungarischen Regisseur zum Gedächtnis. Von Daniele Dell'Agli
Essay 17.05.2013 Die Frage ist nicht, ob der Monotheismus die Welt grausamer gemacht hat, sondern ob er neue Argumente geliefert hat, Gewalt und Grausamkeit zu legitimieren. Für die Humanisierung gewaltlegitimierender Texte könnte die jüdische Auslegungstradition ein Vorbild sein. Von Jan Assmann
Essay 11.04.2013 Ein historischer Rundblick zeigt, dass es keine "mosaische Unterscheidung" brauchte, um im Namen einer Religion die eigenen Leute und andere zu massakrieren: eine Widerlegung der Assmann-Sloterdijk-Hypothese. Von Micha Brumlik
Essay 17.09.2010 Wer aus den Gewaltexzessen des 20. Jahrhunderts lernen will, sollte sich zu einer Darstellung der Widersprüche entschließen. Eine Parzellierung der Erinnerung nach lauter Opferidentitäten, vermeidet die Frage nach geschichtlichen Kontexten. Ein Vortrag beim Symposion "Flucht, Vertreibung, 'Ethnische Säuberung'" Von Götz Aly
Essay 26.02.2010 Mahmud Ahmadinedschad und Hugo Chavez werden zu Protagonisten eines "Sozialismus des 21. Jahrhunderts" und ernten dafür die dumme Duldung aller Freiheitsfeinde im Westen. Ein Vorabdruck. Von Alex Feuerherdt, Thomas von der Osten-Sacken, Oliver M. Piecha
Essay 25.03.2009 Die 68er-Bewegung im Schatten der NS-Vergangenheit. Zur Analogiekonstruktion des NS-Historikers Götz Aly. Von Wolfgang Kraushaar
Essay 10.03.2007 Der heutige Streit zwischen den "Fundamentalisten der Aufklärung" und den "Kulturrelativisten" hat in Europa sehr alte Wurzeln. Beide Positionen sind vonnöten, um auf die islamische Herausforderung zu reagieren. Von Adam Krzeminski
Essay 15.03.2006 Luciano Canforas "Kurze Geschichte der Demokratie", die vom Beck-Verlag abgelehnt wurde, ist ein Skandal: Nicht nur wegen ihrer Passagen über Deutschland, sondern auch wegen der Äußerungen über Polen. Dass das Buch in die renommierte, von Jacques Le Goff betreute Reihe "Europa bauen" aufgenommen wurde, zeigt die Blindheit der westeuropäischen Historiker gegenüber Ostmitteleuropa. Von Adam Krzeminski
Essay 04.05.2005 Am 8. Mai haben die Deutschen den Frieden gewonnen. Die Atombomben auf Hiroshima und Nagasaki fielen erst Monate später. In Osteuropa gingen die Deportationen weiter. Unser Gedächtnis vom Krieg muss europäisch werden. Von Arno Widmann
Essay 06.04.2005 Am 8. Mai wird des Kriegsendes gedacht - aber war der 8. Mai eine Befreiung? Jedes europäische Land erinnert sich anders an den Zweiten Weltkrieg, und auch der Holocaust stiftet keine einigende Erzählung. Mit dem Beitritt der osteuropäischen Länder zur EU aber werden die konkurrierenden Mythen nicht mehr in der Abgeschiedenheit kultiviert, sondern in ständigem Dialog mit den Nachbarn. Von Adam Krzeminski
Essay 17.07.2003 Unter dem klassischen Titel "Was tun?" antwortet Slavoj Zizek auf Jörg Laus Polemik "Auf der Suche nach dem guten Terror" im Merkur: Zizek erläutert seinen positiven Bezug zu Lenin und erkennt in Laus Polemik die Symptome eines linken Denkens, welches die Arbeit der Rechten übernimmt. Von Slavoj Zizek