Sieh dir diesen Beitrag auf Instagram an Ein Beitrag geteilt von Prada (@prada)
"Da werden der Mann im Mond, die Marsmännchen und die Aliens ... staunen", schreibt Gerhard Matzig in der
SZ: Denn
Prada "soll zusammen mit dem US-Raumfahrtunternehmen Axiom Space den Unisex-Weltraumanzug für eine Nasa-Mission zum
Südpol des Mondes schneidern. ... Obwohl etwa die gewählte Farbe Weiß an die Apollo-Missionen vor einem halben Jahrhundert erinnert, sieht Matt Ondler als Chef von Axiom Space nun eine 'extrem' zukunftstaugliche 'Ingenieurskunst' am Werk. 'Der Anzug muss sehr clever entworfen sein', sagt Ondler, denn am Südpol des Mondes herrschen Temperaturen von bis zu minus 203 Grad Celsius. Außerdem muss der Anzug für den Mondspaziergang vor Strahlung schützen, wobei man sich das Ganze eher nicht als Spaziergang
im flaneurhaften Sinn Walter Benjamins vorstellen darf. Mindestens die Schildkröte an der Leine passt nicht recht ins Bild vom Weltall. Sauerstoff für bis zu acht Stunden muss der Anzug auf dem Mond außerdem bevorraten - das war's dann mit der
schmalen Prada-
Silhouette."
"
H&
M ist erwachsen geworden",
stellt Yasmine M'Barek online nachgereicht in der
Zeit fest: Weg vom Teenie-Image und Billig-Segment, das von Billigst-Anbietern aus Fernost mittlerweile eh viel besser bedient wird. "Das Haus hat seine Social-Media-Kanäle leer geräumt und neu bestückt, Renovierungen für zahlreiche Läden angekündigt und den Onlineshop durchgefegt.
Jetzt auch mit Sustainability, wie man heute sagt, um Klasse zu signalisieren. Produziert wird weiterhin alles für
grob gerechnet zwei Cent. ... Die Läden richten sich nun an eine neue Zielgruppe: die
vermeintlich nachdenkliche Mittelschicht, die eigentlich bei COS einkauft, dieser Kette, die zur H&M-Gruppe gehört und ebenfalls mit bescheidenem Aufwand ihre Waren produziert, die immerhin gehobener aussehen. ... Wo also kaufen sich Leute, die zwar noch nicht Christian Lindner, aber auch nicht mehr die Sozialdemokraten wählen, jetzt gut geschnittene Mäntel? Bei H&M, neben der Stange."
Von Linken und Rechten einst nicht nur aus praktischen Gründen, sondern wegen ihres ruppigen Images gleichermaßen geschätzt, ist die
Bomberjacke "heute ein 'Fashion Piece' ersten Ranges",
schreibt Jeroen van Rooijen in der
NZZ: "Radikalisierung, Antibürgerlichkeit, Jugendkultur, Gewalt und Provokation - damit assoziiert man die MA-1 Bomberjacke. Es ist
der Geruch des Untergrunds, der sie stets begleitet und periodisch wieder an die Oberfläche spült."
Das Team von
Zeit Online gratuliert Ikea zum 50-jährigen Bestehen.