Ganz schwindelig wird
SZ-Kritiker Peter Richter bei der Eröffnungsveranstaltung zur
Ausstellung "Design for Behinds" im "Fragil Royal" angesichts der grafischen Gestaltung der Sitzmuster, mit denen sich herumplagen muss, wer die Angebote des
Berliner ÖPNV in Anspruch nimmt. Es handelt sich also um "
Gestaltung für den Hintern", übersetzt Richter den Titel der Ausstellung und lauscht aufmerksam, wenn sich Laura Ewert und Tom Gräbe über die Funktionalität der Sitzmuster austauschen, die vor allem Graffiti abhalten sollen, "gerade in Nachtbussen aber immer wieder auch
Erbrochenes. Fraglich blieb, ob speziell dies von den Designs nur ästhetisch sozusagen sublimiert oder zum Teil auch
hervorgerufen wird. ... Auf der Empore des 'Fragil Royal' hängt nun eine ganze Galerie groß kopierter Fotografien von Bus- und Bahnsitzmustern unbekannter Designer, die in diesem Format und in dieser Präsentation mal an Werke der Op-Art, mal an solche des Abstrakten Expressionismus denken lassen. Auf den ersten Blick könnten sie so auch auf einer
Kunstmesse hängen. Auf den zweiten Blick sogar erst recht."