Die nachtkritik stellt die Rede online, die Milo Rau am Dienstag bei der Eröffnung des "Down to Earth"-Festivals hielt und in der er unter anderem über die Rückkehr der archaischen Politik spricht. Rau erzählt, wie er im vergangenen Jahr einem für Kultur zuständigen ranghohen Vertreter der EU-Kommission den Plan vorstellte, ein neues europäisches Gesetz zum Schutz der Kunstfreiheit durchzusetzen. Der sicherte Unterstützung zu, machte dann aber klar, "wie das läuft in der Kommission': 'Wir schreiben Gesetze, und dann müssen wir hoffen, dass sie in den einzelnen Mitgliedstaaten angewendet werden.' Mit anderen Worten: Das Ende der Geschichte hat stattgefunden, aber leider nur in den liberalen demokratischen Institutionen. Und zwar nicht, wie Trump oder Putin sich das vorstellen, weil diese Institutionen von Schwächlingen bevölkert wären, sondern weil die Demokratie nun einmal auf den Prinzipien der Gewaltenteilung, des Föderalismus und der minimalen staatlichen Eingriffe basiert. Das ist das metapolitische Ungleichgewicht unserer Zeit".
Derya Türkmen trifft sich für die taz mit der in Duisburg geborenen Regisseurin Mizgin Bilmen, die in Diyarbakır im Südosten der Türkei am dortigen Stadttheater das Stück "Jîn - Jinên Azad" inszeniert hat, in dem sieben Frauen mit Gesang und Tanz - inspiriert von kurdischer Folklore und Pina Bausch - kurdische Geschichte performen. Kurdisch sei bei Reisen in die Türkei in ihrer Kindheit zur "verbotenen Sprache" geworden, erzählt Bilmen. Entsprechend bedeute die Inszenierung "auf einer Bühne, auf der ihre Muttersprache bislang kaum selbstverständlich war" für sie eine Rückkehr: "'Diese Sprache im öffentlichen Raum und dann auch noch in Kombination mit Kunst zu verwenden, ist schon ein großer Akt des Widerstands', sagt sie."
Besprochen wird außerdem das Tanzfestival "Contextos" im Rahmen des Plataforma Festivals im Acud (taz).
Emma-Theater Osnabrück: Die Brücke zum Goldenen Horn. Foto: Uwe Lewandowski
"Der Abend will viel. Und es gelingt ihm viel": taz-Kritiker Harff-Peter Schönherr ist beeindruckt von Tanju Girişkens Inszenierung des Emine-Sevgi-Özdamar-Romans "Die Brücke vom Goldenen Horn", die das Emma-Theater Osnabrück auf die Bühne bringt. Es geht um das türkische Folter-Regime der Putsch-Zeit, aber auch um linkspolitisches Erwachen und sexuelle Experimente. "Die Mittel, mit denen Girişken diese Ich-Findung in Szene setzt, mit dem Subtext, dass aus Diversität Heilung und Kraft erwachsen, sind Augen öffnend: Dem realen Publikum sitzt ein imaginäres gegenüber, auf tribünenhaften Stuhlreihen, die von Zeit zu Zeit verstörend nahe rücken. Kleidung ist über die Lehnen gehängt, und die drei DarstellerInnen bedienen sich ihrer, um die Figurenfülle zu erweitern. Am Ende liegen so Dutzende von Menschen zu unseren Füßen, ein Feld der Toten, gestaltleerer Hüllen, und der Versuch, sie aus dem Staub zu heben, ist fast vergeblich. Stark ist das."
Weitere Artikel: Dorion Weickmann ist, wie wir der SZ entnehmen, enttäuscht vom diesjährigen Berliner "Tanz im August"-Festival, lobt aber Jeremy Nedds Choreografie "from rock to rock". Marco Frei besucht für die NZZ die Festwochen der Alten Musik in Innsbruck und freut sich über die Wiederentdeckung von Opern von Antonio Caldaras und Tommaso Traetta.
Vor 30 Jahren sorgte der südafrikanische Künstler William Kentridge mit "Faustus in Africa!" für Aufregung. SZ-Kritiker Egbert Tholl kann das Stück jetzt beim Zürcher Theaterspektakel erleben - und weiß gar nicht, wo er zuerst hingucken soll: "Alles flirrt, man könnte den Abend fünfmal sehen und würde immer noch Neues entdecken. Helena ('Faust II') ist als Puppe eine Lady in Satin, gemahnt an Billie Holiday und deren Song 'Strange Fruit', obwohl man den hier nicht hört. Man hört ihn sozusagen stumm mit. Die seltsamen Früchte, von denen Holiday singt, sind die Leichen gelynchter Schwarzer, die in den Bäumen hängen. Kentridge denkt immer über Afrika, nach wie vor Abenteuerspielplatz des Westens, hinaus. Und doch: Dieser 'Faustus in Africa!' wirkt 30 Jahre nach seiner Uraufführung mehr wie ein faszinierendes Kunstwerk als ein aufrüttelndes Pamphlet. Vielleicht liegt das auch daran, dass man in den vergangenen Jahren, Jahrzehnten sehr viele sehr wütende Theaterarbeiten aus Afrika sehen konnte."
Weiteres: Die Nachtkritikbringt die Hamburger Poetikvorlesung des Schauspielers Samuel Finzi. In der FAZ gratuliert Roger Vontobel dem Regisseur Frank Baumbauer zum Achtzigsten. In der SZ fragt sich Reinhard J. Brembeck, ob man von Opern süchtig werden kann.
Ernst Nikolaus von Rezniceks Oper "Till Eulenspiegel", inszeniert von Jan Langenheim, kommt im Theater für Niedersachsen in Hildesheim auf die Bühne, worüber sich Roland Dippel in der Neuen Musikzeitung sehr freut, sieht man das Stück doch außerordentlich selten. Dippel hört in der Oper vom Leben des ulkigen Hochstaplers, der im Bauernkrieg unterwegs war, auch viele Komponisten-Kollegen Rezniceks und ihre Einflüsse heraus: "Auf Bläserakkorde beginnt Reznicek mit einem Vogelkonzert aus Instrumentalsoli. Er wagte für Tills Mutter (Neele Kramer) einen Beginn mit gesprochenem Text. Später meistersingert, rheingoldet, tannhäusert und götterdämmert es zwar, mit definitiv Wagner-ferner, verfremdender Fliegengewichtigkeit. (…) Lyrik aus den Zeiten vor der Reformation finden sich in Rezniceks Sprache und betörenden Lied-Inseln - nicht streng wie in Pfitzners 'Palestrina' oder Braunfels' 'Ulenspiegel', sondern Schubert-haft mit sanft Mahlernden Melancholiepolstern. Weil alle so beherzt, stimmsicher und empathisch dabei sind, wäre die Hervorhebung aus der langen Reihe mittlerer Partien und Chorsoli ungerecht. Es gelang eine optimale Spielzeiteröffnung."
Weiteres: Rüdiger Schaper gibt im Tagesspiegel einen Ausblick auf die kommende Theatersaison in Berlin. Rico Bandle interviewt für die NZZ den Schweizer Schauspieler Walter Andreas Müller, der seinen 80. Geburtstag feiert
Besprochen werden: Ivo von Hoves "I Did It My Way" und "Oracle" von Łukasz Twarkowski und Anka Herbut auf der Ruhrtriennale, letzteres Stück ist für Welt-Kritiker Jakob Hayner gar Kanditat für den "Theaterflop des Jahres" (Welt), Jenny Erpenbecks "Heimsuchung" am Jungen Theater Göttingen in einer Inszenierung von Nico Dietrich und Tobias Sosinka (Nachtkritik), und Kathrin Bettina Müller gibt sich für die taz direkt das volle Programm auf dem Berliner Festival Tanz im August: Lia Rodrigues' Stück "Borda", Ligia Lewis' "Some Thing Folk" und "Trailer Park" von Moritz Ostruschnjak, getanzt von dem Ensemble tanzmainz.
Weitere Artikel: Rüdiger Schaper wirft für den Tagesspiegel einen Blick auf die kommende Theatersaison. Äußerst enttäuscht resümiert Sandra Luzina ebenfalls im Tagesspiegel die diesjährige "Tanz im August"-Ausgabe, die sie auch zum Schluss weder mit Lia Rodrigues' Tanzstück "Borda" noch mit Ligia Lewis' Uraufführung von "Some Thing Folk" überzeugen konnten. In der Welt porträtiert Jakob Hayner den Theater- und Opernregisseur Jan Philip Gloger, der nun das Wiener Volkstheater neu aufstellen wird. Außerdem wirft Jakob Hayner in der Welt einen Blick auf die Auszeichnungen der Zeitschrift Theater heute und staunt besonders, dass das Theater Magdeburg, "zwar in der Kategorie Gesamtleistung der Liebling der Kritik ist, aber eigentlich so gut wie keine Inszenierung oder Künstler mehrfach herausragend genannt werden. (…) Wird damit der Mut des Theaters ausgezeichnet oder schmeichelt sich hier die Kritik vor allem selbst, weil deren vorherrschender Geschmack nun auch im exotischen Umfeld, dem wilden und gefährlichen Osten, angekommen ist?"
Besprochen werden Benedikt von Peters Inszenierung des Brecht-Stücks "Aufstieg und Fall der Stadt Mahagonny", das vor kurzem am Deutschen Oper in Berlin zu sehen war (unsere Resümees) und nun am Theater Basel aufgeführt wird (nachtkritik), Tanju Girişkens Romanadaption von Emine Sevgi Özdamars "Die Brücke vom Goldenen Horn" am Theater Osnabrück (nachtkritik), Nicola Raabs Inszenierung von Tommaso Traettas Oper "Ifigenia in Tauride" bei den Innsbrucker Festwochen Alter Musik (FAZ) und der bereits 1995 erstmals gezeigte Animationsfilm "Faustus in Africa!" des südafrikanischen Künstlers William Kentridge und der Handspring Puppet Company, der jetzt erneut beim Zürcher Theaterspektakel gezeigt wurde (NZZ).
Szene aus "Mann ist Mann". Gefängnistheater aufBruch. Foto: Mark Schulze Steinen Nachdem Patrick Wildermann (Tagesspiegel) Peter Atanassows Inszenierung des Brecht-Stückes "Mann ist Mann" über den für die britische Armee zwangsrekrutierten Lastenträger Galy Gay im Gefängnistheater aufBruch gesehen hat, wird ihm noch einmal bewusst, wie tragisch es wäre, wenn das Projekt den Budgetkürzungen zum Opfer fiele. Denn das Ensemble aus Freigängern, Ex-Inhaftierten sowie der Schauspielerin Juliette Roussenac spielt einfach richtig stark, findet er: "Moses zum Beispiel (viele aufBruch-Spieler treten aus nachvollziehbaren Gründen nur mit Vornamen in Erscheinung) ist als Galy Gay eine tolle Besetzung: Ein Mann ohne Eigenschaften und Prinzipien, über den es einmal heißt, er sei 'für eine Zigarre bereit, den Namen seines Vaters zu vergessen.' Erst recht ist er willens, für ein paar Bier die Lücke zu schließen, die der Ausfall des versoffenen Soldaten Jeraiha Jip in der Maschinengewehr-Abteilung der Armee gerissen hat."
"Das Gefangenentheater aufBruch beweist mal wieder seine ganz besondere Bedeutung im Berliner Theaterbetrieb", bestätigt auch Tom Mustroph in der taz: "Die Technik des chorischen Sprechens erreicht dank jahrelanger Praxis eine fulminante Qualität. Und aus den einstigen Schauspiel-Laien entwickeln sich immer mehr Charakterdarsteller, die auch die eine oder andere etabliertere Bühne zieren würden. Positiv ist zudem, dass dank neuer Förderer die drastischen Kürzungen von Zuwendungen durch den Berliner Justizsenat (von 202.000 runter auf 60.000 Euro!) zumindest so aufgefangen werden konnten, dass eine Weiterarbeit in den Gefängnissen wie auch mit Entlassenen außerhalb der Gefängnismauern möglich ist. Allerdings werden in Zukunft nur noch drei statt wie bisher vier Produktionen pro Jahr realisiert werden können, sagte Co-Leiterin Sibylle Arndt der taz."
Weitere Artikel: In der Welt resümiert Jakob Hayner das Kunstfest Weimar, bei der er mit "Das Land, das ich liebte" der russischen Journalistin Jelena Kostjutschenko einen klaren Höhepunkt ausmacht. Ebenfalls in der Welt erzählt uns Manuel Brug, wie er auf Einladung der Veroneser Intendantin Cecilia Gasdia als Statist in Franco Zeffirellis 30 Jahre alter "Carmen"-Inszenierung auf der Bühne des Opernfestivals stehen durfte. Dass Florentina Holzingers Spektakel "Sancta" von Theater heute zur Aufführung des Jahres gewählt wurde, ist für Rüdiger Schaper im Tagesspiegel ebenso wenig eine Überraschung wie das gekürte "Ärgernis des Jahres": die Berliner Sparpolitik. In der SZ porträtiert Helmut Mauró den Operntenor Piotr Beczala, der dieses Jahr als Lohengrin in Bayreuth auf der Bühne stand. Jan Brachmann gratuliert in der FAZ der slowenischen Mezzosopranistin Bernarda Fink zum Siebzigsten. Bei VANblickt Holger Noltze in die Geschichte der Salome-Interpretationen. Kevin Ng überlegt, wie der als "KI-Erlebnis" angekündigte "Ring" bei den Bayreuther Festspielen 2026 aussehen könnte. Monika Mertl lässt sich ebenfalls bei VAN von Christopher Loy die Faszination der Zarzuela erklären. Und Graziella Contratto bekennt ihre Leidenschaft für den amerikanischen Baritenor Michael Spyres, der als Walther von Stolzing in der Bayreuther Neuproduktion der Meistersinger von Nürnberg auftrat.
Szene aus "Von allen Geistern". Bild: Thomas Müller "Erschreckend realitätsnah" wirkt Theresia Walsers von Torsten Fischer beim Kunstfest Weimar inszeniertes Stück "Von allen Geistern" auf den SZ-Kritiker Egbert Tholl: Gezeigt wird, wie sich der Schulbetrieb unter einer neuen rechten Regierung radikalisiert: "Walser schickt ihre Figuren in eine Aporie, in der manche mit neuen Träumen, andere mit innerer Leere landen. Die Konturen dazwischen verschwimmen. Nur Ella, die in dieser Rolle flamboyant spielende Judith Rosmair, gibt nicht auf. Einmal, so wird erzählt, zetteln die Schüler eine Bücherverbrennung im Hof an, vor allem Geschichtslehrbücher, 'da steht zu viel von Holocaust drin'. Ella inszeniert eine Schulstunde als Gerichtsverhandlung, der Elternbeirat indes redet von Bubenscherz und will sie loswerden. Am Ende befragt sie die Klasse 9c, wie die sich die 'ideale Stadt der Zukunft' vorstelle. Ergebnis: Mauern, Zäune, gleiche Hautfarbe, gleicher Glaube, normale Familien, die sich unter Normalen wohlfühlen, 'mit harter Hand und eiserner Faust'. Walsers 'Von allen Geistern' sei dringend zum Nachspielen empfohlen."
Besprochen wird außerdem "Ganz unten" - eine "Doku-Oper" von Mehmet Ergen und Sabri Tuluğ Tırpan nach Günter Wallraff beim Kunstfest Weimar (Nachtkritiker Michael Laages ärgert sich, dass hier Wallraffs angriffslustige Methoden schlicht "musealisiert" werden).
In Frankreich ist der Regisseur Julien Gosselin, der unter anderem mit epischen Literaturadaptionen von sich reden macht, ein veritabler Star, in Deutschland hingegen bei Publikum wie Kritik umstritten (siehe etwa hier). Jakob Hayner überlegt in der Welt, warum das so ist. Ein mit allen Wassern der Zuschauermanipulation gewaschenes "kalkuliertes Mitfühltheater" erschafft Gosselin, meint Hayner. Selbst klassische Avantgardegesten wie die Aufdeckung der Produktionsmittel haben hier nichts mehr mit kritischer Distanzierung zu tun. Im Gegenteil: "Gosselin verbirgt seine Tricks nicht, doch das Offenlegen der inneren Mechanik kratzt hier nicht am Illusionismus, hat keine kritische Funktion mehr. Es bleibt äußerlich, dient gar als ästhetisches Dekor. Die postdramatischen Taschenspielertricks haben ausgedient, hier herrscht eine höhere Bühnenmagie, die alles überstrahlt. Ist das, was Gosselin macht, makelloses Kunsthandwerk oder doch mehr? Die Differenz betrifft auch die Frage, ob seine Inszenierungen eine postkritische Illusionsästhetik bedienen oder präzise das Schicksal der ästhetischen Desillusionierungskritik in der Moderne - ihren Verfall zum Dekor ohne weitere Haupt- und Nebenwirkungen - auf den Punkt bringen."
"Unterdurchschnittlich" waren die diesjährigen Salzburger Festspiele, resümieren Ljubiša Tošić und Margarete Affenzeller in listicle-Form im Standard. Schlechte Noten erteilt das Blatt dem Event insbesondere in den Kategorien Debatte, Innovation und Diversität. Alles war freilich doch nicht schlecht in Salzburg, lesen wir an anderer Stelle im selben Blatt: Heidemarie Klabacher ist ziemlich aus dem Häuschen über Umberto Giordanos Revolutionsoper "Andrea Chénier": "Eine spannende Aufführung, lautstark und zu Recht bejubelt." Besprochen werden außerdem Theresia Walsers von Torsten Fischer auf dem Kunstfest Weimar inszeniertes Stück "Von allen Geistern" (nachtkritik; Vincent Koch sieht einen "mit bester Naturalismus-Hand geführten Abend, der in erster Linie etwas verhandelt anstatt szenisch aufregend zu sein").
Bei Nachtkritikkann Tobias Prüwer die Zerrissenheit der Autorin in einigen Szenen gut nachvollziehen - hätte aber gerne noch mehr erfahren. Die "Mutter hält die Krim für russisch, sie sei es immer schon gewesen. Mit welchem Recht würde die Ukraine die Halbinsel mit den so schönen, weißen Felsen allein für sich beanspruchen. Das seien alles Faschisten (...) Es bleibt beim Versuch der Kommunikation und des Verständnisses. Sie reden schließlich nur noch über Zimmerpflanzen und die Katze. Zwischen diese Kernszenen sind Reportagen von Jelena Kostjutschenko geschnitten. Es wird von Armut und Ohnmacht berichtet, etwa unmenschlichen Umständen, unter denen Behinderte in einem Heim leben müssen. Schlaglichter auf die russische Gesellschaft werden sichtbar, die man im Westen kennt. Wie die Menschen das hinnehmen, was die Autokratie mit ihnen macht, kommt nicht zum Vorschein."
Besprochen wird Michael Sturmingers "Sonettfabrik" nach Sonetten von William Shakespeare beim Lausitz-Festival (nachtkritik).
nachtkritiker Leonard Haverkamp interviewtUlrich Khuon, der gerade seine Interimsintendanz am Schauspielhaus Zürich beendet hat. Rüdiger Schaper berichtet für den Tagesspiegel vom Kunstfest Weimar, das dem Motto "Mutig leben" auf jeden Fall gerecht wird. Auch Kerstin Holm sieht sich für die FAZ dort um. Christoph Irrgeher schreibt für den Standard über Opernbesuche mit Kindern.
Besprochen werden: "Tapajós" von Gabriela Carneiro da Cunha auf dem internationalen Sommerfest auf Kampnagel in Hamburg (taz), "I Did It My Way" von Ivo van Hove auf der Ruhrtriennale (taz) und "Emily: No Prisoner Be" von Kevin Puts auf den Festspielen Bregenz (Welt).
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