Nachtkritiker Michael Bartsch setzt sich im sächsischen Pirna aufs Fahrrad und radelt nach
Reinhardtsdorf-
Schöna, wo das Ensemble der
Sandsteinspiele auf einer Wiese "Überall ist Schöna" aufführt. "Die sächsische Schweiz zeigt, wie's geht",
staunt er angesichts der dort gebotenen Zukunftsvision: "Sage keiner, in manchen ländlichen Räumen sei die Zeit stehen geblieben! Hundert Jahre später entsteigen
2125 einer FCKW-freien Kühltruhe aus dem VEB dkk Scharfenstein vier Gestalten. Nach einer feuchten Sause mit dem Bowlengetränk '
Kalte Ente' im laufenden Jahr 2025 wurden sie versehentlich eingefroren. Walter hat noch immer 'einen Riesenschädel von der Schnapsbowle'. Aber seine Liebste Renate ist bestürzt, weil ihr Häuschen plötzlich verschwunden ist. Denn hier wird laut Schild ein
Atomkraftwerk gebaut. Ein typischer Einstieg von Texter und Regisseur
Arnd Heuwinkel, anfangs 2013 selbst Profi-Schauspieler. ... Zuschauer packt die Erkenntnis, dass hier Folgen heutiger Trends und Entwicklungen über ein Jahrhundert weitergedacht werden."
Weitere Artikel: Thomas David porträtiert in der
FAS den Schauspieler
Jens Harzer, den er ein Jahr begleitet hat: Harzer wechselt im Herbst vom Thalia Theater zum
Berliner Ensemble. Jürgen Kesting unterhält sich für die
FAZ mit
Cecilia Bartoli über die
Vivaldi-
Collage, die sie mit Barrie Kosky für die Salzburger Festspiele entwickelt hat und ihr Programm für die nächsten
Pfingstfestspiele. Dorion Weickmann ruft in der
SZ zum Abschied der Tänzer
António Casalinho und
Margarita Fernandes traurig Servus: Die beiden gehen von München nach Wien. Egbert Tholl bedauert in der
SZ den Weggang der Schauspieldirektorin
Marina Davydova von den Salzburger Festspielen: "Davydova verstand die Festspiele nicht. Und die verstanden sie nicht. Es passte nicht." Gerhard Stadelmaier empfiehlt in "Bilder und Zeiten" (
FAZ)
Gotthold Ephraim Lessings "Der junge Gelehrte". "Verfertiget im Jahre 1747": "Da war der Autor
etwas über achtzehn, ein junger, überbrillanter Wissensaufsauger und literarisch sofort wieder Weiterstreuer, Verwerter und Unter-die-Leute-Bringer". Wiebke Hüster gratuliert in der
FAZ der amerikanische Balletttänzerin
Suzanne Farrell zum Achtzigsten.
Besprochen wird noch die Eröffnung des Zürcher Theaterspektakels mit der französisch-katalanischen Tanzkompanie
Baro d'
evel (
NZZ).