Vergiss es

Von Ekkehard Knörer
20.07.2011. In einem Postskriptum zu seinem online abrufbaren Text über eine aktuelle Gedächtnisstudie behauptet Frank Schirrmacher, meine pointierte Zusammenfassung dieser Studie in der Feuilletonrundschau von gestern sei ein Beispiel für die im Netz übliche "talmudische" Lektüre, vulgo: schlicht falsch. In einem hat er, das gebe ich auf der Stelle zu, recht: Ich habe die Studie nicht gelesen, was daran liegt, dass sie nicht frei zugänglich ist. Ein Abo von Science (da ist sie erschienen) besitze ich nicht und kann ich mir auch nicht leisten und lege ich mir darum nicht einmal für den sicher edlen Zweck zu, Behauptungen in Schirrmacher-Texten zu verifizieren. Was ich allerdings sehr wohl gelesen hatte, war neben diversen Zusammenfassungen der Studie (zum Beispiel in der New York Times, in der einzig von "trivia questions" die Rede ist) ein Text, den Schirrmacher in seinem Artikel selbst ausdrücklich erwähnt - und lobt: Giesbert Damaschkes Kommentar zu den dubiosen, reißerischen, falschen Pointierungen der Ergebnisse in deutschen Medien. Ich frage mich, ob Schirrmacher diesen Eintrag gründlich gelesen hat, denn Damaschke begreift die Ergebnisse der Studie in ganz derselben Weise wie ich, genauer gesagt: Das, was Damaschke schrieb, schien mir nach Lage der mir zugänglichen Fakten mehr als plausibel, eben deshalb habe ich in dem Sinn pointiert. (Das hat nichts damit zu tun, dass ich einfach irgendwas, das ich im Netz lese, glaube. Sondern damit, dass mir Damaschke seit mehr als zehn Jahren als Stimme der Vernunft aus verschiedenen Kontexten, von Internet- bis Arno-Schmidt-Fragen, sehr vertraut ist.)

Vergiss es

20.07.2011. In einem Postskriptum zu seinem online abrufbaren Text über eine aktuelle Gedächtnisstudie behauptet Frank Schirrmacher, meine pointierte Zusammenfassung dieser Studie in der Feuilletonrundschau von gestern sei ein Beispiel für die im Netz übliche "talmudische" Lektüre, vulgo: schlicht falsch. In einem hat er, das gebe ich auf der Stelle zu, recht: Ich habe die Studie nicht gelesen, was daran liegt, dass sie nicht frei zugänglich ist. Ein Abo von Science (da ist sie erschienen) besitze ich nicht und kann ich mir auch nicht leisten und lege ich mir darum nicht einmal für den sicher edlen Zweck zu, Behauptungen in Schirrmacher-Texten zu verifizieren. Was ich allerdings sehr wohl gelesen hatte, war neben diversen Zusammenfassungen der Studie (zum Beispiel in der New York Times, in der einzig von "trivia questions" die Rede ist) ein Text, den Schirrmacher in seinem Artikel selbst ausdrücklich erwähnt - und lobt: Giesbert Damaschkes Kommentar zu den dubiosen, reißerischen, falschen Pointierungen der Ergebnisse in deutschen Medien. Ich frage mich, ob Schirrmacher diesen Eintrag gründlich gelesen hat, denn Damaschke begreift die Ergebnisse der Studie in ganz derselben Weise wie ich, genauer gesagt: Das, was Damaschke schrieb, schien mir nach Lage der mir zugänglichen Fakten mehr als plausibel, eben deshalb habe ich in dem Sinn pointiert. (Das hat nichts damit zu tun, dass ich einfach irgendwas, das ich im Netz lese, glaube. Sondern damit, dass mir Damaschke seit mehr als zehn Jahren als Stimme der Vernunft aus verschiedenen Kontexten, von Internet- bis Arno-Schmidt-Fragen, sehr vertraut ist.) Von Ekkehard Knörer