Rudolf Leonhard

Rudolf Leonhard, geboren 1889 in Lissa (heute: Leszno, Polen), Lyriker, Erzähler, Essayist, einer der ersten deutschen Hörspieldichter. 1914 Kriegsfreiwilliger, doch bald als Kriegsgegner vor das Kriegsgericht gestellt; 1918/19 Teilnahme an den revolutionären Kämpfen, dann freier Autor. Beteiligt an der Gründung und Leitung des Theaters "Die Tribüne", Autor der "Weltbühne", Lektor des Verlages "Die Schmiede".
1927 Übersiedlung nach Paris (Publikationen in französischer Sprache). Mitbegründer des "Schutzverbandes deutscher Schriftsteller im Exil", bei Kriegsausbruch interniert: zunächst in Le Vernet (hier entstand ein Zyklus von über 600 Gedichten), dann im Auslieferungslager Castres, von hier aus Flucht, Teilnahme an der Résistance, unter Pseudonym Robert Lanzer Gedichtband für deutsche Soldaten.
1944 Rückkehr nach Paris, schwere Erkrankung und zeitweise Erblindung. 1950 Übersiedlung nach Berlin/DDR. Rudolf Leonhard starb 1953 in Berlin.
Werke u. a.: Segel am Horizont (Stück,1925); Das nackte Leben (Gedichte, 1925) Das Wort (Versuch eines sinnlichen Wörterbuchs der deutschen Sprache, 1932), Der Tod des Don Quijote (Geschichten aus dem Spanischen Bürgerkrieg, 1938), Geiseln (Tragödie, 1945, dt. 1946); Unsere Republik. (Aufsätze und Gedichte, 1951).

Rudolf Leonhard: In derselben Nacht. Das Traumbuch des Exils

Cover: Rudolf Leonhard. In derselben Nacht - Das Traumbuch des Exils. Aufbau Verlag, Berlin, 2001.
Aufbau Verlag, Berlin 2001
Mit Anmerkungen. Herausgegeben und mit einem Nachwort von Steffen Mensching. Die Entdeckung eines faszinierenden Dokuments, das im Archiv verschollen war: Rudolf Leonhard hielt auf 1200 Blättern vom Mai…