Rudolf Hamburger

Rudolf Hamburger, 1903 in Landeshut in Schlesien geboren, studierte Architektur, ehe er für den Geheimdienst der Roten Armee (GRU) arbeitete, unter anderem in Polen und China. 1943 nahmen ihn die amerikanischen Behörden in Teheran fest und übergaben ihn dem britischen Secret Service, der ihn zurück nach Moskau brachte. Dort wurde er mit dem berüchtigten Paragraphen 58,10 ("Machenschaften mit dem Ziel, die Sowjetmacht zu zerstören oder zu schwächen") zu zehn Jahren Arbeitslager verurteilt. Erst 1955 gelang es ihm, in die DDR auszureisen. Dort arbeitete er wieder als Architekt und war vor allem an der Planung Hoyerswerdas beteiligt. Er war mit vielen Intellektuellen befreundet, unter anderem auch mit Brigitte Reimann, die ihn als "Landauer" in ihrem Buch "Franziska Linkerhand" verewigte. Seine Lagerhaft im Gulag blieb geheim bis kurz vor seinem Tod, als er den vorliegenden Bericht verfasste. 1980 starb Rudolf Hamburger in Dresden.

Rudolf Hamburger: Zehn Jahre Lager. Als deutscher Kommunist im sowjetischen Gulag. Ein Bericht

Cover: Rudolf Hamburger. Zehn Jahre Lager - Als deutscher Kommunist im sowjetischen Gulag. Ein Bericht. Siedler Verlag, München, 2013.
Siedler Verlag, München 2013
Mit Abbildungen. Überleben und Mensch bleiben unter unmenschlichen Bedingungen: Die Aufzeichnungen von Rudolf Hamburger erzählen von einem Jahrhundert der Extreme, in dem die Menschen zwischen den Ideologien…