Roman Jakobson

Roman Jakobson, geboren 1896 in Moskau, gestorben 1982 in Boston, studierte Slawistik in Moskau. Er ging 1920 nach Prag, wo er 1926 den Prager Lingiustenkreis mitbegründete. 1933 erhielt er eine Professur an der Universität Brünn. Jakobson floh 1939 als Jude aus der Tschechoslowakei nach Dänemark, dann nach Schweden. Er folgte 1941 einem Ruf an eine französische Exil-Universität in New York. Dort traf Jakobson Claude Levi-Strauss, den er nachhaltig beeinflusste. Ab 1943 lehrte er an der Columbia University und in Harvard. Jakobson publizierte über Slawische Literatur und Folklore, über die Morphologie der Slawischen Sprachen, über allgemeine Linguitsik, Phonologie, Spracherwerb, Film, Malerei und Poetik. Sein Kommunikationsmodell von 1960 gilt noch bis heute maßgeblich für die literaturwissenschaftliche Textanalyse.

Roman Jakobson: Meine futuristischen Jahre.

Friedenauer Presse, Berlin 1999
Roman Jacobson erinnert sich an seine Begegnungen mit Majakowski, Chlebnikov und anderen Futuristen.