Martin Bucer

Martin Bucer wurde 1491 im im elsässischen Schlettstadt (Selestat) geboren, in dessen Lateinschule er eine Ausbildung im Geiste des oberrheinischen Humanismus genoss. Als 15-Jähriger trat er in das Dominikanerkloster seiner Heimatstadt ein. 1517 ließ er sich 1517 an der Universität Heidelberg immatrikulieren. Dort lernte er Martin Luther bei dessen Disputation 1518 kennen und wurde zu einem Anhänger der Reformation. Den Ernst der neuen Überzeugung bekräftigten der mühsam erkämpfte Austritt aus dem Orden (1521) und die Ehe mit einer ehemaligen Nonne (1522). Die Bezichtigung der lutherischen Predigt sowie des politischen Aufruhrs brachten ihm schließlich die Exkommunikation durch den Speyerer Bischof (1523) ein: Bucer musste eine nur kurz versehene Pfarrstelle in Weißenburg (Wissembourg) verlassen und im Mai 1523 Asyl in Straßburg suchen. Dort begann er, dem entstehenden evangelischen Kirchenwesen feste Strukturen zu geben. Die Niederlage der Protestanten im Schmalkaldischen Krieg (1547) und Straßburgs Annahme des kaiserlichen Interims zwangen Bucer, die Straßburg 1549 zu verlassen und einer Einladung nach England zu folgen. Von Cambridge aus, wo er einen Lehrstuhl innehatte, bemühte er sich nun um die Durchsetzung der Reformation in England. Martin Bucer starb 1551.

Martin Bucer: Abendmahlsschriften 1529-1541. Deutsche Schriften, Band 8

Cover: Martin Bucer. Abendmahlsschriften 1529-1541 - Deutsche Schriften, Band 8. Gütersloher Verlagshaus, München, 2004.
Gütersloher Verlagshaus, Gütersloh 2004
Bearbeitet von Stephen E. Buckwalter. Die Jahre 1529 bis 1541 gehören zu den bewegtesten und bewegendsten in Martin Bucers abendmahlstheologischem Wirken. Zehn relativ unbekannte und von der Forschung…