Manuchehr Irani

Manuchehr Irani ist ein Pseudonym von Huschang Golschiri, einem der wichtigsten Verteter der modernen iranischen Literatur. Er wurde 1937 in Isfahan geboren und arbeitete zunächst als Dorfschullehrer, bevor er Literatur studierte. Noch in der Schah-Zeit wurde Golschiri aus politischen Gründen inhaftiert. Als Folge der "islamischen Kulturrevolution" verlor er 1981 seinen Lehrauftrag an der Hochschule der Künste. Danach lebte er als freier Schriftsteller, Kritiker und Herausgeber von Literaturzeitschriften in Teheran und gehörte zu den Initiatoren des "Aufrufs der 134", eines Appells für die Meinungsfreiheit und die Gründung eines unabhängigen Schriftstellerverbandes in Iran. 1999 erhielt er den Erich-Maria-Remarque-Friedenspreis für sein bedeutendes literarisches Werk und sein Engagement für Menschenrechte und Meinungsfreiheit in Iran. Nach langer Krankheit starb Golschiri im Juni 2000.

Manuchehr Irani: Der König der Schwarzgewandeten. Erzählung

Suhrkamp Verlag, Frankfurt am Main 1998
Aus dem Persischen von Zana Nimadi. An einem Vormittag 1982 sitzt in Teheran ein älterer Schriftsteller allein zu Hause. Ihm fehlt ein schwarzer Anzug für die nächste Trauerfeier. Dabei häufen sich die…