Madjiguene Cisse

Ihre Mutter war Analphabetin, ihr Vater, ein Busfahrer, ebenfalls, aber er brachte sich später selbst Lesen und Schreiben sei. 1968, im neunten Schuljahr, nahm Madjiguene Cisse in Dakar an Schulstreiks teil und ging in Schülerinnendemos auf die Straße. Später an der Universität erlebte sie noch die Endphase der Studentenbewegung. Zwei Jahre studierte sie mit einem Stipendium in Saarbrücken, ging dann zurück nach Dakar, heiratete und kam 1994 zurück nach Europa, weil sie ihren beiden Töchtern ein Studium in Paris ermöglichen wollte. Zunächst hatte sie Papiere, arbeitete und nahm erneut ein Studium auf - bis sie durch Gesetzesänderungen ihren legalen Status verlor. Seither schlägt sie sich mit Jobs durch. Ursprünglich hatte sie in den Senegal zurückkehren wollen, sobald ihre Töchter sich eingelebt hätten. Die vitale, schlagfertige Frau wurde gleich zu Beginn 1996 zur nationalen Sprecherin der "sans papiers" gewählt (bis 1998).

Madjiguene Cisse: Papiere für alle. Die Bewegung der Sans Papiers in Frankreich

Cover: Madjiguene Cisse. Papiere für alle - Die Bewegung der Sans Papiers in Frankreich. Assoziation A Verlag, Berlin - Hamburg, 2002.
Assoziation A Verlag, Hamburg 2002
Aus dem Französischen von Nicola Schiebeck-Rajeswaran. Madjiguene Cisse, die erste Sprecherin der Bewegung der "Sans Papiers", beschreibt den Kampf von Immigranten in Frankreich. In ihrem Buch analysiert…