Gustav Radbruch

Gustav Radbruch, 1878 in Lübeck geboren, studierte in München, Leipzig und Berlin Jura. Er lehrte als Professor Strafrecht und Rechtsphilosophie in Heidelberg, Königsberg und Kiel. 1920 wurde er Reichstagsabgeordneter für die SPD, 1921 Justizminister. Seine Reform des Strafgesetzbuchs - wie die Abschaffung der Todesstrafe und eine mildere Jugendgerichtsbarkeit - kann er aufgrund des Rücktritts der Regierung Stresemann nicht umsetzen und kehrt an die Universität in heidelberg zurück. Nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten wird Radbruch als erster deutscher Professor aus dem Lehramt entlassen. 1945 setzen die Alliierten ihn wieder ein. Gustav Radbruch stirbt im Jahr 1949 in Heidelberg.

Gustav Radbruch: Gustav Radbruch: Gesamtausgabe. Band 4: Kulturphilosophische und kulturhistorische Schriften

Cover: Gustav Radbruch. Gustav Radbruch: Gesamtausgabe - Band 4: Kulturphilosophische und kulturhistorische Schriften. C. F. Müller Verlag, Heidelberg, 2002.
C. F. Müller Verlag, Heidelberg 2002
Der Heidelberger Rechtsphilosoph und Strafrechtler Gustav Radbruch (1878 - 1949) hat in seinem weit ausgreifenden Denken auch allgemeine Fragen des Kulturlebens behandelt, die neben dem Bereich des Rechts…