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Gerson Stern

Gerson Stern, geboren 1874 in Holzminden, gestorben 1956 in Jerusalem, war ein deutscher Schriftsteller. Stern entstammte einer assimilierten jüdischen Kaufmannsfamilie. Er besuchte die Volksschule in Holzminden. 1884 zog die Familie nach Elberfeld, wo der Vater Teilhaber am Textilunternehmen seines Bruders wurde. Stern besuchte das Gymnasium in Elberfeld bis zur Mittleren Reife, danach war er zumeist kaufmännisch tätig. Ab 1931 zog Stern sich aufgrund einer schweren Erkrankung aus dem Kaufmannsleben zurück. Als gläubiger Jude wirkte er als Vorbeter in der Synagoge von Eltville und engagierte sich in der jüdischen Jugendarbeit. Ab 1936 bemühte sich Stern mit seiner Familie um eine Emigration nach Palästina und verkaufte 1937 Haus und Landgut. Nach Aufenthalten in Köln und Frankfurt gelang es ihm und seiner Familie im März 1939 nach zweimaliger Verhaftung wegen angeblicher Devisenvergehen und unter erheblichem Vermögensverlust Deutschland zu verlassen. Obgleich Stern seit seiner Jugend Gedichte schrieb, scheint er sich lange kaum um eine Veröffentlichung seiner literarischen Arbeiten bemüht zu haben. Erst als er aus Gesundheitsgründen seinen Kaufmannsberuf aufgeben musste, fand er 1934 als Erzähler unter jüdischen Lesern in Deutschland für einige Jahre eine breitere Öffentlichkeit.
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