Gellu Naum

Gellu Naum, 1915 in Bukarest geboren, studierte dort und an der Sorbonne in Paris Philosophie. Durch seinen Freund Victor Brauner kam er in Kontakt mit der Gruppe der Surrealisten um Andre Breton. Zurück in Rumänien, bildete er zusammen mit Gherasim Luca, Dolfi Trost und Virgil Teodorescu eine eigene Gruppe von rumänischen Surrealisten, deren Aktivitäten Breton zur Äußerung bewog, das Zentrum der Welt sei nach Bukarest gezogen. Nach dem Verbot der Gruppe 1948 folgten für Naum lange Jahre des Schweigens, in denen ihm verboten war zu veröffentlichen. Seinen Lebensunterhalt verdiente er als Übersetzer. Nachdem 1968 das Publikationsverbot aufgehoben und "Athanor" erschienen war, setzte langsam seine Anerkennung als einmaliger poetischer Geist ein, die ihm auch internationale Aufmerksamkeit einbrachte. 1999 erhielt er gemeinsam mit seinem Übersetzer Oskar Pastior den Preis für Europäische Poesie der Stadt Münster. Gellu Naum starb 2001 in Bukarest.

Gellu Naum: Pohesie. Sämtliche Gedichte

Urs Engeler Editor, Basel 2006
Aus dem Rumänischen von Oskar Pastior und Ernest Wichner. Als Oskar Pastior 1968 Rumänien verließ, um in Deutschland zu bleiben, hatte er unter dem Wenigen, das er mit sich führte, einen Gedichtband von…