Felix Hausdorff

Felix Hausdorff (* 8. November 1868 in Breslau; ? 26. Januar 1942 in Bonn) war ein deutscher Mathematiker. Er gilt als Mitbegründer der modernen Topologie und lieferte wesentliche Beiträge zur Mengenlehre und Maßtheorie. Neben seinem Beruf wirkte er unter dem Pseudonym Paul Mongre auch als philosophischer Schriftsteller und Literat. Hausdorff studierte in Leipzig und lehrte dort später Mathematik bis 1910, als er eine Berufung an die Universität Bonn bekam. Von 1913 bis 1921 hatte er eine Stelle als ordentlicher Professor in Greifswald, kehrt dann aber nach Bonn zurück. Obwohl jüdischer Abstammung, glaubte Hausdorff auch nach der Machtergreifung der Nationalsozialisten an seine Immunität als angeseher Akademiker. Doch bald wurde seine Forschung als "jüdisch", "nutzlos" und "undeutsch" denunziert und er wurde 1935 seiner Stelle verwiesen. Während er seine Tochter zur Sicherheit nach England schickte, blieb er selber in Deutschland. Als ihm 1942 die Verschickung in ein Konzentrationslager drohte, nahm er sich, zusammen mit seiner Frau und seiner Schwägerin, das Leben.

Felix Hausdorff: Philosophisches Werk. Gesammelte Werke Band 7

Cover: Felix Hausdorff. Philosophisches Werk - Gesammelte Werke Band 7. Springer Verlag, Heidelberg, 2004.
Springer Verlag, Berlin 2004
Band VII der Gesammelten Werke F. Hausdorffs enthält den Aphorismenband "Sant' Ilario. Gedanken aus der Landschaft Zarathustras" sowie das erkenntniskritische Buch "Das Chaos in kosmischer Auslese". Beide…