Bertrand Russell

Bertrand Arthur William Russell, geboren 1872 in Trelleck, Monmountshire/Wales, schrieb sein erstes Buch über die deutsche Sozialdemokratie (1896) und viele weitere gesellschaftskritische und philosophische Studien.
Als überzeugter Pazifist und libertärer Sozialist (bis 1965 Mitglied der Labour Party), war Russell seit dem Ersten Weltkrieg einer der Vorkämpfer der Friedensbewegung. Mit zahlreichen sozialkritischen Schriften agitierte er gegen den Krieg und gegen jede Bevormundung des Individuums durch welche Ideologie oder Institution auch immer. 1916 als Dozent in Cambridge entlassen und wegen Aufrufs zur Wehrdienstverweigerung 1918 inhaftiert, rehabilitierte ihn der britische König 1931 durch Verleihung eines Adelstitels.
1961 wegen regierungsfeindlicher Aktivitäten erneut inhaftiert, gründete Russell 1963 in London das nach ihm benannte Friedensinstitut, das zahlreiche Protestaktionen initiierte und organisierte, unter ihnen die Pugwash-Konferenzen, die bis heute fortgeführt werden, und das Vietnamtribunal von 1967, das die USA wegen ihres Einsatzes im Vietnamkrieg an den Pranger stellte. Für seine Schrift "Ehe und Moral" erhielt er 1950 den Literaturnobelpreis.
Gegenüber seinen philosophischen Tätigkeiten sind Russells mathematischen Leistungen allgemein etwas weniger bekannt. Doch entwickelte er zusammen mit A. N. Whitehead in der "Principia mathematica" (1910-1913) das erste System der mathematischen Logik. Weitere wichtige Werke u.a.: "Einführung in die mathematische Philosophie", 1919; "Philosophie des Abendlandes", "Das menschliche Wissen", 1946; "Warum ich kein Christ bin", 1957. Bertrand Russell starb 1970 in Plas Penrhyn bei Penrhyndeudraeth, Wales.

Bertrand Russell: Macht.

Cover: Bertrand Russell. Macht. Europa Verlag, München, 2001.
Europa Verlag, Zürich 2001
Aus dem Englischen übersetzt von Stephan Hermlin. Macht ist die primäre Triebkraft menschlichen Handelns und damit der entscheidende Faktor der Geschichte. Diese Überzeugung vertritt Bertrand Russell…