Die "Transformationsforscherin"
Maja Göpel, Autorin des
Bestsellers "Unsere Welt neu denken", ist nicht die Autorin des Bestsellers. Da sie gesellschaftlich und beruflich so eingespannt war, hat sie das Buch vom Journalisten
Marcus Jauer schreiben lassen, berichtet Stefan Willeke in der
Zeit (auch die
Zeit ist institutionell vielfach mit Göpel verbunden). Jauer wollte laut Willeke selbst nicht genannt werden. Da er aber die
Hälfte des Honorars bekommen hat, hat er zumindest prächtig verdient, so Willeke. Göpel selbst sei zwar übrigens eine charismatische Person, aber eine schlechte Schreiberin: "Man benötigt nicht viel Sprachgefühl, um zu erkennen, wie stark sich das Buch von Göpels vorherigen Texten unterscheidet. Es steckt voller
eingängiger Beispiele und wurde in der Ich-Form verfasst. '
Als ich Mutter wurde', auch darüber wird berichtet. Es beginnt mit einer spannungsreichen Szene in der Londoner U-Bahn - wie bei einer Reportage in einer Zeitung. Fragt man Maja Göpel, ob es im Buch Kapitel gebe, die ausschließlich sie selbst oder ausschließlich Jauer verfasst habe, dann antwortet sie: 'Nee, das gibt's beides nicht.'" Göpel hat für das Buch tolle Kritiken und renommierte Preise erhalten. Aber bei der schön gelegenen Denkfabrik "New Institute" in Hamburg, die sie schnell verlassen hat, hat sie wegen der Ghostwriterei offenbar Ärger bekommen.