Die neue chinesische KI-App
deepseek hat den Wert des KI-Riesen
Nvidia an den amerikanischen Börsen mal eben um
500 Milliarden Dollar reduziert: Die
FAZ-Wirtschaftsseiten, aber auch praktisch alle anderen Medien in der Welt, widmen der App ihre Aufmacher. Ganz einfach, warum: deepseek zeigt, dass die Chinesen die
amerikanischen Sanktionen als Ansporn begriffen habe, künstliche Intelligenz mit sehr viel
natürlicher Intelligenz effizienter zu machen. Deepseek braucht nur einen
Bruchteil der Rechenkapazität von Open AI mit ChatGPT und anderen Angeboten - und darum auch weniger Nvidia-Chips der letzten Generation. "Deepseek hat keinen Zugang zu den besten und teuersten Chips von Nvidia, sondern verwendet eine ältere Generation von Computerchips", erläutert die
FAZ. "Für ein im Dezember veröffentlichtes Modell verwendete das Unternehmen nach eigenen Angaben nur gut 2.000 Chips,
ein Zehntel oder noch viel weniger dessen, was US-Unternehmen benötigen. Die Kosten wurden mit umgerechnet rund 5,5 Millionen Euro beziffert, auch das nur ein Bruchteil."
Und Deepseek selbst ist "kein großer Tech-Konzern, sondern ein kleiner, in Peking ansässiger Spin-off eines Hedge Funds namens High Flyer",
schreibt Eflamm Mordrelle in der
NZZ. "Er wird vom Unternehmer Liang Wenfeng geleitet. Laut Medienberichten kommt Deepseek mit 200 Mitarbeitenden aus. Die Entwicklungskosten des KI-Modells R1 sollen nur
6 Millionen Dollar betragen haben." Die Entwicklung von Chat-GPT um die 100 Millionen (sagt zumindest Chat-GPT).
Auf manche Fragen hat deepseek allerdings noch keine Antwort: