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Tiere

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Das poetischste Thema der Welt?

Vom Nachttisch geräumt 29.10.2018 […] widerlegte die Vorstellung vom Darwinismus als einer menschenfeindlichen Ideologie. Er zeigte, dass wir nichts von unserer Menschlichkeit verloren, wenn wir uns Tieren zuwandten, wenn wir sie ernst nahmen und lernten, uns selbst als Tiere zu sehen. Im Gegenteil. Wir verstanden uns besser, wenn wir sahen, in was wir eingebettet waren. Gabriel Cornelius von Max, Der Anatom, 1869. Pinakothek München […] seliggesprochen. Gabriel von Max interessierte sich für das Transhumane. Er war ein Zeitgenosse Friedrich Nietzsches (1844-1900). Der hatte 1883 geschrieben: "Der Mensch ist ein Seil, geknüpft zwischen Tier und Übermensch - ein Seil über einem Abgrunde. Ein gefährliches Hinüber, ein gefährliches Auf-dem-Wege, ein gefährliches Zurückblicken, ein gefährliches Schaudern und Stehenbleiben." Max war auch […] Von Arno Widmann

Tierbeobachtungen: 'Bestiaire' von Denis Côté (Forum)

Außer Atem: Das Berlinale Blog 12.02.2012 […] Kommentar oder ersichtlichen Eingriff in das Geschehen zeigt Côté, was in dem Safari-Erlebnispark geschieht: Tierfütterung, Tierbehandlung, gesunde Tiere, kranke Tiere, verkrüppelte Tiere. Mittendrin dann bald, selbst ein bisschen wie possierliche Tiere: mal jauchzende, mal interessiert um sich schauende, fotografierende Parkbesucher, die irgendwann wieder im Auto sitzen, womit der Film dann schließt […] Anfangs schaut man Kunststudenten über die Schulter: Wie sie mit mal schnellen, mal vorsichtigen Strichen ein ausgestopftes Tier abzeichnen, das in ihrer Mitte steht. Dasselbe Tier, unterschiedliche Bilder. Wo das Tier herstammt, sieht man im späteren Verlauf in "Bestiaire", wenn Denis Côté bei einem Erkundungszug durch den Parc Safari in Quebec auch die taxidermische Abteilung in den Blick nimmt […] jenseits ihres Zauns starrende Lamas. Wir Menschen können wohl nicht anders: Wir müssen uns ein Bild vom Tier nach unserem eigenen Welt- und Erfahrungshorizont machen. Der Blick ins Gesicht des Tiers ist immer auch der Versuch, darin Spuren des Menschlichen zu finden. In seinem eigenen Sein bleibt das Tier uns zwar erklärbares, aber unzugängliches Gegenüber. Das kann im schlimmsten Fall grauenhafte Anth […] Von Thomas Groh