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Ovid

Rubrik: Efeu - 19 Presseschau-Absätze - Seite 1 von 2
Efeu 15.02.2021 […] Claudia Bauers "Metamorphosen" nach Ovid. Foto: Berliner VolksbühneAn der Berliner Volksbühne hatte Claudia Bauers Mythen-Mashup "Metamorphosen [overcoming mankind] nach Ovid & Kompliz*innen" Premiere. Selbst im Stream stellte sich bei taz-Kritikerin Katrin Bettina Müller reinstes Theaterglück ein, bei der wilden, grotesken Inszenierung: "Dieser Slapstick wird immer konterkariert von der Anteilnahme […] Anteilnahme in den Stimmen der Erzählenden und dem Versmaß, das so nah an das Zittern der Verfolgten führt. Die Tränen, die Malick Bauer in den Augen stehen, während er mit Ovids Worten beschreibt, wie der Sonnengott Apollon voll Schrecken beobachten muss, wie sein Sohn Phaeton mit dem Sonnenwagen die Welt in Brand setzt und dabei umkommt, während Wälder verbrennen und die Städte untergehen, steigen auch den […] streberhaft zu bedenken, dass "ein Que(e)ren der Genderzuschreibungen die allzu illustrative Verdoppelung der erzählten Gewalt vermindert hätte", kam intellektuell aber trotzdem auf ihre Kosten, wenn Ovids Geschichten von Menschen, Göttern, Nymphen und Dämonen parallel zu den Kräften des Kapitalismus, Ausbeutung und unheilvollen Seuchen gesetzt werden: "Auch die Regisseurin und ihr Ensemble steuern Texte […]
Efeu 12.10.2020 […] Speisung der Götter in Ovids "Metamorphosen" © Maurice Korbel / Theater BaselÜber einen wahren Theaterorkan jauchzt Daniele Muscionico in der NZZ: Antú Romero Nunes' Inszenierung von Ovids "Metamorphosen" am Theater Basel. Vor allem sieht sie darin auch ein Beispiel für den großen Aufbruch in der Schweizer Theaterwelt. Alles sei hier Spiel, Verwandlung, Fantasie: "Man trifft sich zur Basler Saisoneröffnung […] unbedingt viel Ovid: "Ein Manifest wofür? Für das unumwunden einfache, unbeschwert überbordende, exaltiert vergnügungssüchtige Verwandlungsspiel. Für den Übermut, das Tagesvergessene, die Phantasiefreiheit des Theaters. Und für den Überraschungswillen eines jungen, spielwütigen Ensembles." Begeisterung auch bei Nachtkritiker Claude Bühler, der zudem daran erinnert, was die Kultur Ovid zu verdanken hat: […] hat: "Unsere Museen sind vollgehängt mit Ovids tragischen Szenen: Mord, Inzest, Wahnsinn, Vergewaltigung, Schlachten, tödliches Liebesleid - nichts wird ausgelassen." Allein schon die Begegnung mit der Schauspielerin Julia Häusermann vom Hora-Theater in ihrer Soloperformance "Ich bin's Frank" "gehört zum Wundervollsten, was man auf dem Theater erleben kann", schwärmt Egbert Tholl in der SZ zum S […]
Efeu 18.12.2017 […] Erika Achermann besucht für die NZZ Constanza, die Stadt am Schwarzen Meer, in der vor 2000 Jahren der Dichter Ovid starb. "Das Schwarze Meer ist ein ganz anderes Meer als das Mittelmeer, es ist schwierig zu beschreiben. Der Blick findet keinen Halt. Himmel und Wasser verschmelzen. Wo hat man schon so viel Leere erlebt? ... Es kommt mir vor, als ob es keinen Horizont gäbe, als ob's das Ende der Welt […] Welt wäre. Ein paar Schiffe, ja, verschwommen, winzig, obwohl es Kriegsschiffe sein könnten. Weit draussen auf der Mole im 'Gastlichen Meer', wie es in der Antike hieß, beklagte schon Ovid die Langeweile. Das tue ich nicht. Ich liebe ihn, den weiten Blick, dem nichts im Weg steht." Im Logbuch Suhrkamp setzen Andreas Pflüger und Erik Spiekermann ihr ausgiebiges Gespräch über Typografie und daran anhängige […]