Stichwort

Flüchtlinge

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9punkt 06.11.2020 […] Ablehnung, die Flüchtlinge meist erfahren, die Renaissance des Heimatbegriffs und erklärt, weshalb in uns allen ein Flüchtling steckt: "Es lohnt sich, in die Geschichte der sogenannten Mehrheitsgesellschaften hineinzuhorchen. Sie sind nicht homogen. Wenn wir das Beispiel Deutschland nehmen: Wir haben 14 Millionen deutsche Vertriebene, dann kamen die Sowjetzonenflüchtlinge, DDR-Flüchtlinge, es kamen vier […] vier Millionen deutsche Spätaussiedler aus Osteuropa, es kamen Flüchtlinge aus Ungarn, der Tschechoslowakei, aus Polen, es kamen vietnamesische Boatpeople, bosnische Muslime aus dem ehemaligen Jugoslawien in den 1990er-Jahren, wir haben eine der größten jesidischen Gemeinschaften der Welt. Was wir als Mehrheitsgesellschaft beschreiben, besteht aus Millionen von Menschen mit Fluchterfahrung." […]
9punkt 14.05.2019 […] 'Mein Kampf' von Adolf Hitler." Flüchtlinge sind nicht das Problem Europas, erklärt Roberto Saviano in der Welt. Um das zu erkennen, müsse man nur einen Blick in die Studie "Tod durch Rettung: Die Folgen des Nicht-Eingreifens der EU auf dem Meer" werfen, schreibt er und zitiert aus dem Vorwort der Europaabgeordneten Barbara Spinelli: "'Von den 60 Millionen Flüchtlingen in der Welt hat eine Million bisher […] bisher die Länder der Europäischen Union erreicht. Das sind nur 1,2 Prozent der EU-Bevölkerung. Die meisten syrischen Flüchtlinge leben heute im Libanon, in Jordanien und in der Türkei.' Es gab keine Invasion, wir sind nicht umzingelt, wir sprechen von Flüchtlingskrise, um nicht sagen zu müssen, dass wir es mit einer humanitären Krise von epochalen Dimensionen zu tun haben. Und um nicht zu sagen, dass […]
Magazinrundschau 02.04.2019 […] In einer auf acht Teile angelegten sehr lesenswerten Reportage, von der bisher vier erschienen sind, schildert die indische Journalistin Taran N Khan ihre Begegnungen mit afghanischen Flüchtlingen in Hamburg und Berlin. In den Teilen eins und zwei geht es um den Filmemacher Masoud, der mit Frau und zwei Kindern in Hamburg-Harburg lebt und sich recht isoliert und von der Gesellschaft nicht angenommen […] hat er hier seine Stimme, seine Gemeinschaft gefunden. Er hat sich in das Leben eines jungen deutschen Mannes geworfen und scheint eine sehr fluide Beziehung zu seinen Wurzeln und seiner Reise als Flüchtling zu haben. Im Gegensatz zu vielen älteren Migranten scheint er hier zu Hause zu sein. Vielleicht liegt es daran, dass er von Geburt an zu einer Diaspora gehörte, die aus der Vertreibung entstanden […]