Stichwort

Bezos

Rubrik: Magazinrundschau - 22 Presseschau-Absätze - Seite 1 von 2
Magazinrundschau 15.10.2019 […] Auch Atlantic widmet den Titel seiner November-Ausgabe Amazon. Franklin Foer erklärt, was Jeff Bezos, seines Zeichens reichster Mensch der Erde, so alles vorhat und was das für uns bedeutet: "Wenn jede Transaktion über Amazon abgewickelt wird, kann das Unternehmen eine 'Steuer' kassieren. Wenn Amazon Abos für Prämium-Kabelkanäle wie Showtime und Starz verkauft, liegt sein Anteil zwischen 15 und 50 […] Überwachungsstaat. Mit seiner einzigartigen Management-Struktur, seiner klaren Artikulation und Vermittlung von Werten und seiner umfassenden Datensammlung erobert Amazon spielend neue Geschäftszweige. Bezos ist der unumstrittene Sieger des Kapitalismus. Die Frage für unsere Demokratie ist, sind wir damit glücklich?" […]
Magazinrundschau 15.10.2018 […] anderes. Eines der kritischen Lager sammelt sich um US-Senator Bernie Sanders als inoffizielles Sprachrohr und fordert, dass Bezos' Wohlfahrtsgedanke nicht erst im Weltall beginnt. ... Auf die Bitte, dies zu präzisieren, antwortete Sanders: 'Ich finde es absurd, dass Bezos offenbar Milliarden von Dollars für ein Weltall-Unternehmen hat, aber nicht genug Geld, um seinen Mitarbeitern bei Amazon hier […] würden. Doch Bezos ist der Ansicht, dass er mit seinen Geschäften am meisten bewirken kann: 'Meine Ressourcen sind ein großer Luxus', sagt er. 'Ich werde an nichts arbeiten, von dem ich nicht überzeugt bin, dass es der Zivilisation nützen wird. Ich meine, die Washington Post tut genau das, genau wie Amazon und auch Blue Origin. Langfristig gesehen ist Blue Origin am wichtigsten.' Bezos spricht oft davon […] Wenn es nach Amazon-Gründer Jeff Bezos geht, ist der Kampf gegen die Klimaerwärmung im Grunde genommen schon gescheitert und es hilft nur noch die Verteidigung nach vorne. Zumindest rechtfertigt er in Steven Levys großer Feature-Story auf diese Weise die Raumfahrtpläne seiner zweiten großen Firma Blue Origin. Derzeit zielt er zwar noch auf das Geschäftsmodell des suborbitalen Edel-Tourismus. "Doch […]
Magazinrundschau 01.08.2018 […] Nicht Bill Gates, nicht Mark Zuckerberg, nicht Warren Buffett oder die Google Boys sind die reichsten Männer überhaupt - Jeff Bezos toppt sie inzwischen alle. Auf 150 Milliarden Dollar schätzt Annie Lowrey in Atlantic sein Vermögen und bezeichnet ihn als "einsamen Hektomilliardär". Dass er so reich werden konnte, ist nur leider nicht allein seinem unternehmerischen Genie zu verdanken, sondern ist Zeugnis […] Zeugnis eines Versagens der Politik, schreibt sie. Denn einen Teil seines Reichtums in dieser unternehmerfreundlichen Zeit verdankt Bezos der Allgemeinheit: "Das Unternehmen ist profitabel und hat Geld, um in Innovationen und Expansion zu investieren, weil seine Arbeitskräfte so billig sind. Natürlich nicht billig für die Steuerzahler, die die Billiglöhne mit Programmen wie dem 'Earned Income Tax Credit' […]
Magazinrundschau 28.06.2016 […] Christopher Paynes Geschichte über Jeff Bezos und die Washington Post liest sich paradoxer Weise interessant und abtörnend zugleich. Interessant, weil Payne Zugang zu allen Hierarchen der Zeitung hatte, auch zu Marty Baron, dem Vorbild für den Chefredakteur in dem Film "Spotlight". Abtörnend, weil all der Innovation Speak mit Ausnahme des Clinches, den die Zeitung gerade mit Donald Trump hat, nicht […] sondern ausschließlich von technologischen Strategien handelt, die die "Konsumerfahrung" der Leser immer nur noch glatter und intransparenter machen sollen. So etwas wie journalistische Distanz lässt Bezos-Fan Payne dabei nicht walten: "Daten stehen nun im Zentrum fast aller Strategie-Diskussionen. Letztes Jahr baute die Post ein Analyse-System namens Loxodo, das so gut wie alle Rezeptionsweisen der Leser […]
Magazinrundschau 05.12.2013 […] Deborah Friedell stellt Brad Stones Buch "The Everything Store" über Jeff Bezos und die Anfänge von Amazon vor. Im Großen und Ganzen lesen sich die daraus zitierten Anekdoten beinahe wie ein einziges großes Schelmenstück, bei dem einem fast das große Lachen kommen könnte, wenn die zahlreichen Finten des Online-Versandhauses nicht Bestandteil einer knallharten Verdrängungsstrategie wären. "Eine als […] Präsenz' unterhalten, keine Steuern auf Verkäufe abtreten mussten. Alles, was online verkauft würde, konnte damit günstiger angeboten werden als Waren in einem Laden. ... Selbstverständlich konnte Bezos sein Geschäft nicht in New York errichten - hier lebten zuviele potenzielle Kunden, deren Einkäufe er nicht versteuern wollte -, während es sich andererseits in einer Gegend, die zu isoliert lag, schwierig […] Kompromiss bildete Seattle: immerhin war Microsoft nicht weit. Auch ist Washington einer der wenigen amerikanischen Staaten, die keine persönliche Einkommenssteuer verlangen (Im Jahr 2010 spendete Bezos einer Kampagne 100.000 Dollar, die mit Erfolg die von Bill Gates unterstützte Initiative 1098 zerschlug, die alle Einkommen oberhalb von 200.000 Dollar pro Jahr besteuern wollte)." Außerdem: Peter […]
Magazinrundschau 10.08.2013 […] Der Economist ist guter Dinge, was die Zukunft der Washington Post unter Amazongründer Jeff Bezos betrifft: "Es trifft sich gut, dass Bezos, der ein Vermögen damit angehäuft hat, Endkunden zu bedienen, sich nun ins Zeitungsgewerbe einkauft. Die Zeitungen konzentrieren sich zunehmend auf ihre Leser statt auf ihre Werbekunden, die historisch etwa 80 Prozent des Umsatzes einbrachten. Im vergangenen Jahr […] Jahr brachten es die Leser amerikanischer Zeitungen im Schnitt auf etwa 27 Prozent des Umsatzes; einige, wie die New York Times, verdienen bereits hauptsächlich an ihnen. Im Zuge dieses Trends könnte Bezos die Post dahin bringen, mittels personalisiertem Content und clever platzierten Sonderangeboten (man denke an Amazons Kaufempfehlungen) eine unmittelbarere Beziehung zu den Lesern aufzubauen." Weiteres: […]