Dirk Braunstein (Hg.)

Die Frankfurter Seminare Theodor W. Adornos

Band 2: Wintersemester 1957/58 - Wintersemester 1960/61
Cover: Die Frankfurter Seminare Theodor W. Adornos
Walter de Gruyter Verlag, München 2021
ISBN 9783110722833
Gebunden, 670 Seiten, 199,95 EUR

Klappentext

Vom Wintersemester 1949/50 bis zum Sommersemester 1969 hielt Adorno Seminare und Übungen in Philosophie und Soziologie an der Frankfurter Universität bzw. im Institut für Sozialforschung ab, und von jeder Sitzung hatte ein Student bzw. eine Studentin ein Protokoll zu verfassen. Band 2 bietet die erhaltenen Protokolle vom Wintersemester 1957/58 bis zum Wintersemester 1960/61.
Zum Inhalt: Wintersemester 1957/58: Adorno, "Zur Metakritik der Erkenntnistheorie" [I]. Wintersemester 1957/58: Wirtschaft und Gesellschaft [I]. Sommersemester 1958: Adorno, "Zur Metakritik der Erkenntnistheorie" II. Sommersemester 1958: Wirtschaft und Gesellschaft II. Wintersemester 1958/59: Hegels "Philosophische Propädeutik". Wintersemester 1958/59: Kausalität [I]. Wintersemester 1958/59: Kunstsoziologie. Sommersemester 1959: Kausalität II. Sommersemester 1959: Was ist Gesellschaft? Wintersemester 1959/60: Hegels "Logik" [I]. Wintersemester 1959/60: Zum Studium des autoritätsgebundenen Charakters. Sommersemester 1960: Hegels "Logik" II. Sommersemester 1960: Ausgewählte Texte zum Verhältnis von Philosophie und Soziologie. Wintersemester 1960/61: Schelling, "Die Weltalter". Wintersemester 1960/61: Probleme der Bildungssoziologie.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 10.09.2021

Rezensent Jörg Später ahnt die Faszination, die einst von der Frankfurter Schule ausging, mit diesen vier von Dirk Braunstein herausgegebenen Bänden mit studentischen Protokollen der Vorlesungen, die Adorno in den Jahren 1949-1969 in Frankfurt abhielt. Die Texte von Peter Gorsen oder Regina (Becker-)Schmidt haben laut Später eine ganz eigene, von Adorno unabhängige (sprachliche) Qualität und bieten dem Leser Einblicke in den Stoff der Seminare und die sich anschließenden Diskussionen. Später stößt auf echte Funde, wie ein Marx-Referat von Oskar Negt. Die philologisch orientierte Arbeit des Herausgebers findet Später hingegen nicht immer befriedigend. Manchmal wäre die historische Perspektive vielleicht ergiebiger gewesen, glaubt er, doch tut dies seinem Respekt vor der Leistung Braunsteins keinen Abbruch.

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