Dieser Band enthält 26 Aufsätze und Vorträge zu den wichtigsten Denkern der klassischen deutschen Philosophie. Beginnend mit einem Text zur Unendlichkeit von Cusanus bis Hegel versammelt er u. a. Beiträge zu Rousseau, Kant, Fichte, Schiller, Schelling, Solger und Hegel und behandelt damit das gesamte philosophische Spektrum der Epoche. Der deutsche Idealismus bleibt aktuell, so Scheier, weil das moderne Denken sich geschichtlich immer neu zu legitimieren genötigt ist. Denn es bezieht seine Legitimation aus der Abgrenzung vom scheinbaren Fortbestehen vergangener metaphysischer Optionen. Als wie triftig aber erweisen sich Nietzsches, Heideggers oder Derridas Konzepte dieser Geschichte, die jeweils als Dekadenzprozess, zunehmende Seinsvergessenheit oder Abschließung im Sich-sprechen-hören-Wollen gefasst wurden? Seit der frühen Neuzeit (und grundgelegt schon im Denken der frühen griechischen Poleis) ist die europäische Philosophie eine progressive Theorie der Freiheit, derer wir uns wohl vergewissern müssen, um in der globalen Krise der Demokratie Rede zu stehen, wer wir sind und was wir nicht bereit sein können, uns nehmen zu lassen.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Rundschau, 19.05.2025
Wer denken will, ist mit diesem Band gut bedient, meint Rezensent Michael Hesse. Claus-Artur Scheier, ein Philosoph, der unter anderem mit einem Hegel-Kommentar von sich reden machte, bewegt sich in den hier versammelten Aufsätzen durch die Philosophiegeschichte, Hegel und Kant kommen vor, aber auch Fichte, Hume und andere. Hesse geht auf einige Details der Darstellung ein und erwähnt unter anderem, dass Scheier Kant in die Nähe von Hegel rückt. Kann man machen, findet Hesse, der als weitere behandelte Themen die Einbildungskraft und den Nihilismus Hegels nennt. Hier werden noch einmal, so der durchaus nostalgische Rezensent, die tiefen Fragen der heroischen Zeit der Philosophie verhandelt. Wer dafür eine Ader hat, wird mit diesem Buch glücklich werden, schließt die positive Rezension.
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