Emil Walter-Busch

Geschichte der Frankfurter Schule

Kritische Theorie und Politik

Klappentext

Oft schon totgesagt, erweist sich die "Frankfurter Schule" als erstaunlich überlebensfähig, ja es gibt Anzeichen dafür, dass sie gerade von einer jungen Generation neu rezipiert und fortgesetzt wird. Das hängt auf der einen Seite sicher mit ihren charismatischen Gründervätern Max Horkheimer und Theodor W. Adorno zusammen, deren Texte und Lehren nie abschließend zu behandeln sind, sondern immer neue Fragen aufwerfen. Auf der anderen aber damit, dass die "Vulkane des Marxismus" keineswegs "erloschen" sind, wie noch Niklas Luhmann vermutete. Höchste Zeit also für eine neue, kompakte und auch an ein junges Publikum gerichtete Geschichte der "Kritischen Theorie", wie sie nun endlich der Adornoschüler Emil Walter-Busch im großen zeithistorischen Zusammenhang, aber kenntnisreich bis ins Detail vorlegt.

Rezensionsnotiz zu Die Tageszeitung, 13.11.2010

Eine gelungene Einführung in die Geschichte der Frankfurter Schule erblickt Rezensent Volker Weiss in diesem Buch von Emil Walter-Busch. Der Autor, der 1969 bei Theodor W. Adorno promovierte, bietet seines Erachtens einen guten Überblick über die Geschichte des Frankfurter Instituts für Sozialforschung und dessen Ansatz einer kritischen Sozialforschung. Weiss bescheinigt dem Autor eine erhellende, prägnante Darstellung der Entstehung des Instituts, der Zeit im Exil, der Öffnung gegenüber den amerikanischen Methoden der Sozialforschung, der Zerwürfnisse und Verzweigungen der kritischen Theorie. Das Fazit des Rezensenten: eine "lesenswerte" Einführung, die "zur rechten Zeit" kommt.