Oft schon totgesagt, erweist sich die "Frankfurter Schule" als erstaunlich überlebensfähig, ja es gibt Anzeichen dafür, dass sie gerade von einer jungen Generation neu rezipiert und fortgesetzt wird. Das hängt auf der einen Seite sicher mit ihren charismatischen Gründervätern Max Horkheimer und Theodor W. Adorno zusammen, deren Texte und Lehren nie abschließend zu behandeln sind, sondern immer neue Fragen aufwerfen. Auf der anderen aber damit, dass die "Vulkane des Marxismus" keineswegs "erloschen" sind, wie noch Niklas Luhmann vermutete. Höchste Zeit also für eine neue, kompakte und auch an ein junges Publikum gerichtete Geschichte der "Kritischen Theorie", wie sie nun endlich der Adornoschüler Emil Walter-Busch im großen zeithistorischen Zusammenhang, aber kenntnisreich bis ins Detail vorlegt.
Eine gelungene Einführung in die Geschichte der Frankfurter Schule erblickt Rezensent Volker Weiss in diesem Buch von Emil Walter-Busch. Der Autor, der 1969 bei Theodor W. Adorno promovierte, bietet seines Erachtens einen guten Überblick über die Geschichte des Frankfurter Instituts für Sozialforschung und dessen Ansatz einer kritischen Sozialforschung. Weiss bescheinigt dem Autor eine erhellende, prägnante Darstellung der Entstehung des Instituts, der Zeit im Exil, der Öffnung gegenüber den amerikanischen Methoden der Sozialforschung, der Zerwürfnisse und Verzweigungen der kritischen Theorie. Das Fazit des Rezensenten: eine "lesenswerte" Einführung, die "zur rechten Zeit" kommt.
Lena Schätte: Das Schwarz an den Händen meines Vaters Motte wird sie von ihrem Vater genannt. Eigentlich hat sie sogar zwei Väter: den einen, der schnell rennen kann und sich auf alle Fragen eine Antwort ausdenkt. Und den anderen,… Angelika Klüssendorf: Trost 2022. Angelika Klüssendorf erzählt von Liebe, Entzweiung und der Sehnsucht nach Zugehörigkeit. Rita, Meisterin darin, sich in die falschen Männer zu verlieben, fällt plötzlich… Petra Morsbach: Orion Nora lernt bei einem Studentenjob ihren späteren Mann kennen, einen Archivar. Sie wird Lehrerin für Deutsch und Geschichte in einem oberbayerischen Gymnasium, zieht einen… Christine Wunnicke: Wachs Schauplatz ist Frankreich im 18. Jahrhundert, das vorrevolutionäre und das überaus revolutionäre. Und es lieben sich zwei Frauen, die verschiedener nicht sein könnten: Marie…