Peter Bulthaup
Der Wissenschaftsbegriff des Deutschen Idealismus
Vierzehn Vorlesungen zur Einführung in die Philosophie

zu Klampen Verlag, Springe 2025
ISBN 9783987370489
Broschiert, 192 Seiten, 24,00 EUR
ISBN 9783987370489
Broschiert, 192 Seiten, 24,00 EUR
Klappentext
Mit der Vorlesung zum Wissenschaftsbegriff des Deutschen Idealismus startet die Edition einer Reihe von Vorlesungen Peter Bulthaups. Die vorliegende Vorlesung galt ihm als seine Einführung in die Philosophie. Für Bulthaups Philosophie war es zentral, den Wissenschaftsbegriff des Deutschen Idealismus zu erläutern. Bulthaup wandte sich damit gegen die an Philosophie-Instituten gängige Praxis, mit einführenden Vorlesungen zur "Wissenschaftstheorie" oder mit Überblicksvorlesungen zur Geschichte der Philosophie zu beginnen. Eine textnahe Darlegung dessen, womit Hegel in der Vorrede zur Phänomenologie des Geistes sein Philosophieren eröffnete, sollte für die Studierenden aufschließen, wie anzufangen sei. Bulthaup verstand seine Vorlesungen stets als Fortführung der kritischen Theorie. Nach Adornos Tod und der Integration der Erben Adornos in den Mainstream beharrte er darauf, durch Reflexion der philosophischen Grundlagen der kritischen Theorie deren Gesellschaftstheorie freizusetzen.
Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 02.12.2025
Einen erhellenden Blick auf die Philosophiegeschichte wirft dieser Band, der vierzehn ursprünglich 1980/81 gehaltene Vorlesungen Peter Bulthaups vereint, laut Rezensent Magnus Klaue. Bulthaup kehrt zum deutschen Idealismus zurück, weil der Philosoph nichts hält von der pluralistischen Wissenschaftspraxis der Gegenwart, die nur noch unterschiedliche Ansätze, aber kein in den Unterschieden aufscheinendes gemeinsames Objekt mehr kennt. Anhand des Werks Hegels zeige Bulthaup anschließend, wie erkenntnistheoretische Überlegungen naturwissenschaftliche Forschung miteinbeziehen können. Damit widerlegt er, freut sich der Rezensent, das Vorurteil von der angeblich empiriefeindlichen Tradition dialektischer beziehungsweise Kritischer Theorie. Noch besser, schließt Klaue: Das alles ist so anschaulich geschrieben, dass es nicht nur Leute vom Fach interessieren dürfte.
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