Mit der Vorlesung zum Wissenschaftsbegriff des Deutschen Idealismus startet die Edition einer Reihe von Vorlesungen Peter Bulthaups. Die vorliegende Vorlesung galt ihm als seine Einführung in die Philosophie. Für Bulthaups Philosophie war es zentral, den Wissenschaftsbegriff des Deutschen Idealismus zu erläutern. Bulthaup wandte sich damit gegen die an Philosophie-Instituten gängige Praxis, mit einführenden Vorlesungen zur "Wissenschaftstheorie" oder mit Überblicksvorlesungen zur Geschichte der Philosophie zu beginnen. Eine textnahe Darlegung dessen, womit Hegel in der Vorrede zur Phänomenologie des Geistes sein Philosophieren eröffnete, sollte für die Studierenden aufschließen, wie anzufangen sei. Bulthaup verstand seine Vorlesungen stets als Fortführung der kritischen Theorie. Nach Adornos Tod und der Integration der Erben Adornos in den Mainstream beharrte er darauf, durch Reflexion der philosophischen Grundlagen der kritischen Theorie deren Gesellschaftstheorie freizusetzen.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 02.12.2025
Einen erhellenden Blick auf die Philosophiegeschichte wirft dieser Band, der vierzehn ursprünglich 1980/81 gehaltene Vorlesungen Peter Bulthaups vereint, laut Rezensent Magnus Klaue. Bulthaup kehrt zum deutschen Idealismus zurück, weil der Philosoph nichts hält von der pluralistischen Wissenschaftspraxis der Gegenwart, die nur noch unterschiedliche Ansätze, aber kein in den Unterschieden aufscheinendes gemeinsames Objekt mehr kennt. Anhand des Werks Hegels zeige Bulthaup anschließend, wie erkenntnistheoretische Überlegungen naturwissenschaftliche Forschung miteinbeziehen können. Damit widerlegt er, freut sich der Rezensent, das Vorurteil von der angeblich empiriefeindlichen Tradition dialektischer beziehungsweise Kritischer Theorie. Noch besser, schließt Klaue: Das alles ist so anschaulich geschrieben, dass es nicht nur Leute vom Fach interessieren dürfte.
Lena Schätte: Das Schwarz an den Händen meines Vaters Motte wird sie von ihrem Vater genannt. Eigentlich hat sie sogar zwei Väter: den einen, der schnell rennen kann und sich auf alle Fragen eine Antwort ausdenkt. Und den anderen,… Angelika Klüssendorf: Trost 2022. Angelika Klüssendorf erzählt von Liebe, Entzweiung und der Sehnsucht nach Zugehörigkeit. Rita, Meisterin darin, sich in die falschen Männer zu verlieben, fällt plötzlich… Robert Seethaler: Die Straße Die Straße ist nicht im Zentrum der Stadt und nicht an ihrem Rand. Versteckt liegt sie irgendwo dazwischen. Kein Besucher würde sich dorthin verirren, und doch passiert in… Petra Morsbach: Orion Nora lernt bei einem Studentenjob ihren späteren Mann kennen, einen Archivar. Sie wird Lehrerin für Deutsch und Geschichte in einem oberbayerischen Gymnasium, zieht einen…