Ernst Friedrich (1894-1967) führte ein Leben, in dem sich die die erste Hälfte des 20. Jahrhunderts spiegelt. Vom Kleinbürger, der sich als Arbeiterkind ausgab, zum Anarchopazifisten, vom Schauspieler zum Gründer des ersten Antikriegsmuseums: Friedrichs Weg führte ihn durch die Grauen des Ersten Weltkriegs und die Wirren der Weimarer Republik, der Nazizeit und ins Exil. Agnes Imhof beleuchtet seinen unermüdlichen Kampf für Frieden und Freiheit, den er mit politischem Engagement und einzigartigem Lebensmut verband.
Rezensent Michael Kuhlmann erfährt bei der Religionswissenschaftlerin Agnes Imhof Wissenswertes über den Anarchisten und Pazifisten Ernst Friedrich, der eindringlich vor dem Zweiten Weltkrieg warnte. Die Biografie wartet laut Kuhlmann mit vielen Zitaten und einem Lebensbild auf, das die Autorin zeitgeschichtlich grundiert. Imhofs Blick auf die Weimarer Republik kann Kuhlmann zwar nicht immer ganz astrein finden, und auch ihre Wiedergabe von Friedrichs Anarchismus-Verständnis erscheint ihm deskriptiv und wenig kritisch. Doch insgesamt zeigt die Autorin Friedrich weitgehend legendenfrei und akribisch ausgeleuchtet, urteilt Kuhlmann milde.
Julian Barnes: Abschied(e) Aus dem Englischen von Gertraude Krueger. Julian Barnes wird im Januar 2026 achtzig Jahre alt. Er weiß, dass die längste Zeit seines Lebens hinter ihm liegt, und er möchte… Dorothee Elmiger: Die Holländerinnen Mit blinkenden Warnlichtern fährt die Erzählerin, eine namenlose Schriftstellerin, an den Straßenrand, als ein unerwarteter Anruf sie erreicht. Am Apparat ist ein gefeierter… Elias Hirschl: Schleifen Franziska Denk wächst im Umfeld des Wiener Kreises auf und leidet als Kind an einer seltsamen Krankheit: Jedes Symptom, von dem sie hört oder liest, bekommt sie sofort. In… Leila Slimani: Trag das Feuer weiter Aus dem Französischen von Amelie Thoma. Mia, erfolgreiche Schriftstellerin in Paris, kämpft mit "brain fog", einem Gehirnnebel, der ihre Erinnerungen und ihre Arbeit beeinträchtigt.…