Werner Boldt

Carl von Ossietzky (1889-1938)

Pazifist und Demokrat, KZ-Häftling und Friedensnobelpreisträger
Cover: Carl von Ossietzky (1889-1938)
Donat Verlag, Bremen 2019
ISBN 9783943425871
Gebunden, 256 Seiten, 16,80 EUR

Klappentext

Wenige haben wie Carl von Ossietzky die Republik verteidigt, sich gegen die Feinde der Demokratie gewandt, die politischen Fehlleistungen der Regierenden vor Augen geführt und vor dem heraufziehenden Unheil gewarnt. Dafür ist er von den Nazis verfolgt und 1935 mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet worden. Wer sich bei der Suche nach dem Scheitern der Weimarer Republik und den Ursachen des Dritten Reiches, auch seiner Nachwirkungen bis heute, nicht mit allzu bequemen Formeln zufrieden geben will, wird in Ossietzkys Analysen und der neuen Biographie, die ihn immer wieder zu Wort kommen lässt, reichhaltiges Material finden, nicht zuletzt im Kampf gegen den wachsenden Rechtspopulismus.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Rundschau, 13.05.2020

Rezensent Wilhelm von Sternburg zeigt sich erschüttert von den Berichten über die Leiden des Carl von Ossietzky als Demokrat und Humanist, wie sie Werner Boldt in seiner Biografie laut Rezensent "bewegend", aber keineswegs unkritisch schildert. Das Wirken des engagierten Publizisten aus kleinen Verhältnissen schildert der Autor für Sternburg im Hinblick auf die damaligen elitären antidemokratischen Bewegungen, deren erbitterter Kritiker Ossietzky war. Nicht minder klug beleuchtet der Autor die kritische Haltung Ossietzkys gegenüber den linksradikalen Kräften, meint Sternburg.

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 11.11.2019

Cord Aschenbrenner lernt mit Werner Boldts Ossietzky-Biografie den neben Tucholsky wohl berühmtesten Publizisten der Weimarer Zeit kennen. Der Autor entkräftet Legenden, wie die von Ossietzkys Willen, den Nazis durch sein Verbleiben in Deutschland trotzen zu wollen, folgt Ossietzkys Leben allerdings mit viel Sympathie, so Aschenbrenner. Als kenntnisreich, doch nicht einfach zu lesen, bezeichnet der Rezensent das Buch, das Ossietzkys Antimilitarismus deutlich herausstreicht, wie er vermerkt.

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