Archiv
Redaktionsblog - Im Ententeich
Stichwort: Antisemitismus - 16 Artikel - Seite 1 von 2
Redaktionsblog - Im Ententeich 06.05.2015 In der Berliner Ringvorlesung zur "Freiheit der Kunst" umriss Heinz Bude die Konturen einer neuen postsäkularen und vielleicht sogar postdemokratischen Ordnung: In dieser neuen Welt muss Kunst Respekt üben. Von Thekla Dannenberg
Redaktionsblog - Im Ententeich 12.01.2015 Nach dem Anschlag auf Charlie Hebdo und ein jüdisches Geschäft stand im angeblich so staatsgläubigen Frankreich die Zivilgesellschaft auf - während die USA und Großbritannien nach Terrorattacken fast ausschließlich mit staatlichen Mitteln reagierten. Von Thekla Dannenberg
Redaktionsblog - Im Ententeich 11.01.2015 Vor der großen Demo in Paris. Daniel Cohn-Bendit kritisiert in Libération die franzöischen Medien.
Redaktionsblog - Im Ententeich 14.07.2014 Slavoj Zizek hat abgeschrieben. Aus dem Text einer rassistischen Zeitschrift über ein antisemitisches Buch. Von Thierry Chervel
Redaktionsblog - Im Ententeich 04.04.2013 Spätestens nach dem Zeit-Gespräch mit Nico Hofmann, dem Produzenten von "Unsere Mütter, unsere Väter", müssen beim ZDF Alarmglocken geläutet haben, dass es mit der Darstellung der polnischen Partisanen als endemische Antisemiten beim Nachbarn Ärger geben könnte. Zur Schadensbegrenzung schob der Sender nach der dritten Folge hastig einen Dokumentarfilm über eine polnische Familie nach, die Juden versteckt hatte und dafür von Deutschen ermordet wurde. Die Reaktion in Polen war jedoch nicht mehr aufzuhalten. Von Adam Krzemi?ski
Redaktionsblog - Im Ententeich 09.08.2012 Die Debatte um Beschneidung ist nicht nur eine Debatte zwischen Gegnern und Befürwortern der Beschneidung, sondern viel mehr noch ein Streit zwischen Gegnern und Befürwortern der Debatte selbst.
Denn viele der Gegner stört an der Debatte bereits, dass sie überhaupt geführt wird.
Allein die Problematisierung von Beschneidung gilt ihnen bereits als Antisemitismus oder Islamophobie oder, wie Jörg Lau konstatiert, als beides zugleich und "ein und dasselbe". Von Thierry Chervel
Redaktionsblog - Im Ententeich 23.07.2012 Seit Jahren spüre ich einer Erinnerung an Godard nach, die mich nie losgelassen hat, auch wenn ich zugeben muss, dass ich nie wirklich systematisch nach ihr recherchierte. Mir steht eine Szene vor Augen, die ich beim ersten Sehen, vor sehr langer Zeit, als krasse Obszönität empfand. Meine Liebe zu Godard kratzte sie dennoch kein bisschen an. Diese Liebe blieb noch lange Zeit intakt, in melancholischen Bruchstücken bis heute. Von Thierry Chervel
Redaktionsblog - Im Ententeich 08.06.2011 Ende der neunziger Jahre zerriss eine Debatte über den Kommunismus die französische Öffentlichkeit Anlass war das von Stéphane Courtois herausgegebene "Schwarzbuch des Kommunismus", das die Verbrechen sämtlicher kommunistischer Regimes im 20.
Jahrhundert bilanzierte.
Noch 1997/98 konnte diese Bilanz einen Sturm der Entrüstung in Frankreich entfesseln. Von Thierry Chervel
Redaktionsblog - Im Ententeich 19.05.2011 Seyla Benhabib, grande dame der Gender und Cultural Studies, liest den Perlentaucher. In den Blättern zitierte sie einen Artikel, den der Welt-Redakteur Richard Herzinger uns gegeben hatte, als ein "besonders krasses" Beispiel für "rechte" Denkungsart. Von Thierry Chervel
Redaktionsblog - Im Ententeich 05.04.2011 Erstaunlich mit welcher Chuzpe deutsche Zeitungen Wahrheiten verschweigen, die ihnen nicht in den Kram passen - als könnten sie im Zeitalter des Internets immer noch darüber entscheiden, was die Öffentlichkeit wissen soll und was nicht.
Dass der beliebte Globalisierungkritiker Jean Ziegler dem Oberst Gaddafi nahegestanden hat, will man in der SZ, ja sogar der FAZ und bei Welt-Online offenbar lieber nicht hören.
"Tatsächlich hat er das Gaddafi-Regime weit differenzierter als andere beurteilt, sich aber auch immer distanziert," erzählte Michael Frank in der SZ, als die Salzburger Landeshauptfrau Gabi Burgstaller Ziegler wieder von den Salzburger Festspielen auslud, wo er als gutes Weltgewissen Ende Juli die Eröffnungsrede halten sollte. Von Thierry Chervel
Redaktionsblog - Im Ententeich 25.06.2010 Sein Buch "Auf verlorenem Posten" sei in der deutschen Ausgabe zensiert worden, sagt Slavoj Zizek heute in der taz. Er wurde aus Anlass der Kommunismuskonferenz interviewt, die ab heute in der Volksbühne ausgerichtet wird. Tatsächlich ist die englische Ausgabe des Buchs 200 Seiten dicker als die deutsche, in der ganze Kapitel fehlen - zum Beispiel das Kapitel über Heidegger. Auch der Satz "Hitler war nicht radikal genug", fehlt in der deutschen Ausgabe, erklärt Zizek in der taz, um gleich hinzuzufügen, was er damit eigentlich meinte, nämlich: "Hitler war nicht radikal genug" meint, dass Gandhi radikaler war." Denn Zizek ist "listig wie ein Wiesel", so seine Selbstauskunft in der taz. Man weiß nie, ob er meint, was er sagt oder ob er nur nicht sagt, was er meint. Von Thierry Chervel
Redaktionsblog - Im Ententeich 28.04.2010 Gestern hat die Jüdische Gemeinde zu Berlin zu einer Diskussionsveranstaltung eingeladen.
Anlass war ein taz-Artikel von Iris Hefets von der "Jüdischen Stimme für einen gerechten Frieden", die sich geärgert hatte, dass die Historiker Norman Finkelstein ("Die Holocaustindustrie", 2001) und Ilan Pappe ("Die ethnische Säuberung Palästinas", 2007) nach Protesten von Veranstaltungen in Deutschland wieder ausgeladen worden waren.
In diesem Zusammenhang behauptete Hefets eine Sakralisierung des Holocaust, die dazu benutzt werde, jede Kritik an Israel zu unterbinden: "Bei diesem Schoah-Kult handelt es sich, so muss man wohl sagen, um eine Art Re Von Anja Seeliger