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Redaktionsblog - Im Ententeich

Erscheinungsdatum: bis - 63 Artikel - Seite 4 von 6

Nicht der Perlentaucher, die FAZ schweigt

Redaktionsblog - Im Ententeich 21.04.2009 Unter der Dachzeile "Medienkritik" und der Überschrift "Die Redaktion antwortet nicht" erklärt Nils Minkmar den Lesern der letzten Sonntags-FAZ, dass der Perlentaucher gern die Verträge der Zeitungen mit ihren Autoren kritisiert, aber selbst seine Autoren ausbeutet. Der Rest des Artikels sind lange Zitate von "branchenkundigen" Lesern, die in Kommentaren auf unserer Seite die "neokapitalistische Doppelmoral" des Perlentauchers geißeln. Von Anja Seeliger

Der sechste Sinn

Redaktionsblog - Im Ententeich 16.04.2009 (Via John Battelle) Stellen Sie sich vor, Sie könnten jede Information, die Sie gerade brauchen, egal wo Sie stehen, einfach mit einer Handbewegung produzieren - sei es eine Telefonnummmer, Informationen über ein Produkt in Ihrem Supermarktregal oder einfach die Uhrzeit. Pattie Maes und Pranav Mistry vom MIT Media Lab arbeiten genau daran. Am 4. Februar hat Maes das Projekt zur Entwicklung eines sechsten Sinns auf der TED Conference vorgestellt. Es ist phantastisch! Von Anja Seeliger

Lettre ouverte aux spectateurs citoyens

Redaktionsblog - Im Ententeich 08.04.2009 Eine Reihe von Filmleuten, darunter Catherine Deneuve und Chantal Akerman wendet sich in Liberation gegen das französische Gesetzesprojekt, das unter dem Namen "Création et Internet" läuft und Internetsperren für Nutzer vorsieht, die beim Herunterladen von Filmen oder Musik erwischt wurden: "Dieses - demagogische, technisch unanwendbare, bloß repressive - Gesetz ist eine verpasste Chance... Es stellt einen letzten und vergeblichen Versuch dar, die Piraterie durch Sanktionen zu beseitigen, und macht sich keine Gedanken um legale, kostengünstige und internetgemäße Downloadmöglichkeiten." Von Thierry Chervel

FAZ enteignet den Papst

Redaktionsblog - Im Ententeich 02.04.2009 "Enteignet die Enteigner" schallte es uns neulich aus den Zeitungen entgegen. Böse ist immer das Internet. Die Enteigner sind Schüler, die ein Musikstück downloaden. Oder Google. Oder auch der Perlentaucher. Oder ruft da jemand "Haltet den Dieb"? Zeitungen spielen sich gerne als Hüter des Urheberrechts auf, das vom Internet ausgehöhlt werde. Die eigentliche Enteignung der Urheber findet aber in Zeitungen statt. Nach der Sache mit dem Hürlimann-Zitat habe ich noch ein bisschen bei Genios recherchiert. Genios ist eine Online-Datenbank, gegründet von FAZ und Handelsblatt, die unter anderem ein zahlungspflichtiges Archiv für die deutsche und internationale Tages- und Wochenpresse anbietet. Hier werden Artikel aus den Archiven der FAZ, Süddeutschen, Zeit, taz, Guardian etc. gegen Entgelt zum Lesen angeboten. Von Anja Seeliger

NYT kündigt Gehaltskürzung an

Redaktionsblog - Im Ententeich 27.03.2009
(Via Gawker.) Die New York Times hat ihren Mitarbeitern in einem Memo eine fünfprozentige Kürzung der Gehälter ab April angekündigt, berichtet Nicholas Carlson im Silicon Alley Insider. Außerdem müssen sie in diesem Jahr 10 Tage unbezahlten Urlaub nehmen (vorausgesetzt, die Times einigt sich mit den Gewerkschaften). Er hat auch das Memo von "Arthur" [Sulzberger] und "Janet" [Robinson] veröffentlicht. In einem zweiten Memo, das Gawker veröffentlicht hat, informieren "Scott, Bill, Martin & Andy" die Redaktion außerdem, dass 100 Angestellte auf der Verlagsseite der Times entlassen werden. Nach Ansicht von Carlson ist das bei weitem nicht genug: Die Times müsste ihre Redaktion um 30 Prozent reduzieren, um wenigstens eine Weile kostendeckend arbeiten zu können. Aber wie lange? Wenn man sich die finanzielle Entwicklung der NYT anguckt und die Entwicklung ihrer Aktien (siehe Grafik), wird einem richtig schlecht. Das ist kein Niedergang, das ist ein Sturzflug. Der Times gönnt man das wirklich nicht. Während die Medien hierzulande den Kopf in den Kopf in den Sand stecken, und das Thema Internet ignorieren, hat die NYT wirklich was ausprobiert im Netz, auch wenn man das nicht alles
Von Anja Seeliger

Europa mit zwei Lungen

Redaktionsblog - Im Ententeich 19.03.2009 Der Kongress "Die Freiheit im Blick", den die Zeitschrift Osteuropa gerade zusammen mit dem Goethe-Institut und der polnischen Botschaft in Berlin ausrichtet, dürfte wohl zu den spannendsten Veranstaltungen des gesamten Gedenkjahres gehören: Versammelt hat sich die halbe mitteleuropäische Intelligenzija, um über Aufbruch, Freiheit und die Verheißung Europa zu diskutieren. Rita Süßmuth seufzte in ihrem ansonsten etwas pastoralen Statement hübsch lakonisch: "Geist - davon kann es ruhig mehr geben". Der polnische Botschafter Marek Prawda warb sehr überzeugend für die unruhestiftenden Qualitäten der Polen. Von Thekla Dannenberg
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