Wilhelm Lehmbruck

Lehmbruck, Wilhelm, geboren 1881 in Duisburg, gestorben 1919 in Berlin. Bildhauer, Grafiker, Zeichner und Maler. 1895-1901 Kunstgewerbeschule und 1901-06 Kunstakademie Düsseldorf. 1907 und 1910-14 in Paris, begegnet Archipenko, Derain und wohl auch Brancusi, danach in Berlin (Mitglied der "Freien Sezession"). 1919 Mitglied der Preußischen Akademie der Künste. Zunächst in der akademischen Tradition, orientierte sich Lehmbruck bald an Rodin und Constantin Meunier (soziale Themen ab 1903; Entwurf zu "Monument Arbeit, "um 1908-10). Ein neuer Stil plastischer Verdichtung zeichnet sich nach 1907 ab, Bekanntschaft mit Maillol und nahezu gleichzeitig Kenntnis der Malerei von Hans v. Marees führen zu gelöster Statuarik (allegorische Figurenfriese in Zeichnung und Malerei, 1909/10; "Große Stehende", 1910), mit ihr beginnt die systematische Arbeit mit verschiedenen Materialien, besonders dem Steinguß, und mit der Torsierung der Figuren ("Badende", 1913; "Schreitende"). Aber schon die "Große Kniende "von 1911 bricht radikal mit der antikisierenden Phase und leitet seinen Beitrag zur expressionistischen Skulptur ein.

Wilhelm Lehmbruck: Wilhelm Lehmbruck. Catalogue Raisonne der Skulpturen 1898-1919

Cover: Wilhelm Lehmbruck. Wilhelm Lehmbruck - Catalogue Raisonne der Skulpturen 1898-1919. Wernersche Verlagsgesellschaft, Worms, 2001.
Wernersche Verlagsgesellschaft, Worms 2001
Bearbeitet von Dietrich Schubert. 48 Farbtafeln und 614 Abbildungen. Bekanntlich gehörte Wilhelm Lehmbruck (1881-1919) in den Kreis der expressionistischen Kunstrevolution; er stand den Malern der "Brücke"…