Valentin Senger

Valentin Senger (1918 bis 1997) war ein deutscher Schriftsteller russisch-jüdischer Herkunft. Seine Eltern waren wegen ihrer revolutionären Aktivität aus dem zaristischen Russland nach Frankfurt am Main geflohen. Dort traten sie der Kommunistischen Partei Deutschlands (KPD) bei. Valentin Senger und seine beiden Geschwister waren von klein auf in den Jugendorganisationen der Partei aktiv. Als die Nationalsozialisten 1933 die Macht übernahmen, war die Familie wegen ihres kommunistischen Engagements und ihrer jüdischen Herkunft doppelt gefährdet. Dennoch überlebten sie die zwölf Jahre des Nazifaschismus unentdeckt in Frankfurt. Diese wundersame Überlebensgeschichte hat Valentin Senger in seinem Buch "Kaiserhofstraße 12" geschildert. Nach dem Ende des Nationalsozialismus trat auch Valentin der KPD bei und war für diese bis 1956 als Redakteur der Sozialistischen Volkszeitung (SVZ) tätig. Nach 1956 brach er mit den Kommunisten. Senger wurde Redakteur beim Hessischen Rundfunk und begann eine intensive Beschäftigung mit seiner jüdischen Identität und der jüdischen Geschichte. (Mit Wikipedia)

Valentin Senger: Kaiserhofstraße 12, 4 CDs.

Cover: Valentin Senger. Kaiserhofstraße 12, 4 CDs. Eichborn Verlag, Köln, 2010.
Eichborn Verlag, Frankfurt am Main 2010
Gekürzte Lesung von Walter Renneisen. Als der Vater von Valentin Senger 1911 in die Kaiserhofstraße 12 in Frankfurt zog, hoffte er, dass seine Odyssee am Ende war: In Russland vor der zaristischen Geheimpolizei…