Pindar

Pindar wurde 522/18 bei Theben geboren und starb nach 438/32 v. Chr. in Argos. Er trat kurz nach 500 als Dichter und Komponist lyrischer Chorlieder auf, in denen Vers, Musik und Tanzbewegung eine Einheit bildeten. Pindar steht am Ausgang der archaischen Zeit. Seine Lyrik deutet die Welt als einen gottgewirkten Sinnzusammenhang. Die Gedichte mit Beispielen aus dem Mythos und den zahlreichen Sentenzen sind durch strengen Aufbau, hohes Pathos und einen bildhaften, schon im Altertum als dunkel empfundenen Stil gekennzeichnet. Von seinen Werken sind die Siegesgesänge (Epinikien) für die Preisträger der Olympischen, Pythischen, Nemeischen und Isthmischen Wettkämpfe erhalten, außerdem Fragmente von Päanen und Dithyramben. (Brockhaus) Die "pindarische Ode", eine besondere Form der Lyrik, beeinflusste im 19. Jahrhundert den deutschen Dichter Friedrich Hölderlin. Seine Themen schöpfte Pindar oft aus der Welt der Mythologie, so dass seine Gedichte für Mythologen zu einer wichtigen Quelle wurden.

Pindar: Siegeslieder. Griechisch-Deutsch

Cover: Pindar. Siegeslieder - Griechisch-Deutsch. C. H. Beck Verlag, München, 2002.
C. H. Beck Verlag, München 2002
Übersetzt von Uvo Hölscher. Herausgegeben von Thomas Poiss. Mit einem Geleitwort von Michael Theunissen. "O meine Seele trachte nicht nach unsterblichem Leben: schöpfe das Mögliche aus!" Dieses Buch enthält…