Kasimir Malewitsch

Kasimir Malewitsch, 1878 in Kiew geboren, studierte an der Kunsthochschule in Moskau und schloss sich nach impressionistischen Anfängen 1910 der futuristischen Moskauer Künstlergruppe Karo Bube an. 1912 kam er mit dem Kubismus in berührung. machte ihn mit der Formensprache des Kubismus bekannt. Entscheidend für seine künstlerische Selbstfindung war die Mitarbeit an der avantgardistischen Oper "Sieg über die Sonne", bei der er das Bühnenbild und die Kostüme gestaltete. Als letztes Bühnenbild erschien das berühmte "Schwarze Quadrat auf weißem Grund". Malewitsch hatte damit zu einer gegenstandslosen "konkreten" Kunst gefunden, die er Suprematismus nannte. Nach der Oktoberrevolution wurde Malewitschs Kunst zunächst als Ausdruck eines neuen Realismus gefeiert, wurde jedoch nach Verkündung der sozialistischen Kunstdoktrin als degeneriert erklärt. Malewitsch starb 1935 in Leningrad.

Kasimir Malewitsch: Gott ist nicht gestürzt. Schriften zu Kunst, Kirche, Fabrik

Cover: Kasimir Malewitsch. Gott ist nicht gestürzt - Schriften zu Kunst, Kirche, Fabrik. Carl Hanser Verlag, München, 2004.
Carl Hanser Verlag, Hanser 2004
Herausgegeben und kommentiert von Aage Hansen-Löve. Zum ersten Mal auf Deutsch: die theoretischen Schriften des russischen Künstlers Kazimir Malevitsch, reich kommentiert von Aage A. Hansen-Löve. So wird…