Francis Picabia

Francis-Marie Martinez Picabia, geboren 22. Januar 1879 in Paris, Frankreich, gestorben am 30. November 1953 ebenda, war ein französischer Schriftsteller, Maler und Grafiker. Picabia wechselte mehrfach die Stilrichtung. Er begann im Winter 1902/03 als Impressionist und stellte 1903 erstmals im Salon d’Automne und im Salon des Indépendants aus. Seine erste Einzelausstellung hatte er in der Galerie Haussmann in Paris im Jahr 1905. 1909 malte er mit Caoutchouc sein erstes Bild, das sich mit dem Kubismus auseinandersetzte und zugleich abstrakt war. Er verarbeitete jedoch auch weiterhin Elemente des Fauvismus sowie des Neo-Impressionismus.
1911 lernte Picabia bei den sonntäglichen Zusammenkünften im Atelier von Jacques Villon unter anderem Fernand Léger, Roger de La Fresnaye, Albert Gleizes, Guillaume Apollinaire und Marcel Duchamp, dessen Freund er wurde, kennen und beteiligte sich im selben und im darauffolgenden Jahr an der Puteaux-Gruppe. 1913 nahm er an der in New York stattfindenden Armory Show teil, und Alfred Stieglitz, den Picabia in New York in dessen Galerie 291 kennenlernte, richtete ihm in seiner Galerie eine Einzelausstellung seiner Werke ein. Er war im Jahr 1912 neben Marcel Duchamp, Albert Gleizes, Juan Gris und Jacques Villon Mitbegründer der Section d’Or. 1917 lernte er in Barcelona Joan Miró kennen und traf unter anderem mit Marie Laurencin und Arthur Cravan zusammen. Auf Einladung Tristan Tzaras engagierte er sich in der Dada-Bewegung von Zürich, und begründete 1919 die Pariser Dada-Bewegung mit, sagte sich jedoch 1922 von ihr los und näherte sich kurzzeitig dem Surrealismus an.

Francis Picabia: Funny Guy & Dada.

Cover: Francis Picabia. Funny Guy & Dada. Edition Nautilus, Hamburg, 2016.
Edition Nautilus, Hamburg 2016
Aus dem Französischen von Pierre Gallisaires und Hanna Mittelstädt. Mit einem Nachwort von Axel Heil. Francis Picabia, Maler, Schriftsteller und Provokateur, ist eine der aufregendsten Figuren der klassische…