Alexander Schalck-Golodkowski

Alexander Schalck-Golodkowski, geboren 1933 in Berlin, absolvierte eine Lehre als Feinmechaniker in Berlin und studierte Ökonomie. Er trat 1955 in die SED ein und war von 1956 bis 1962 Hauptverwaltungsleiter beim Ministerium für Außenhandel und Innerdeutschen Handel. Von 1967 bis 1975 war Schalck-Golodkowski stellvertretender Minister für Außenhandel, und 1975 bis 1989 Staatssekretär im Ministerium für Außenhandel. Seit 1986 war er außerdem ständiges Mitglied des Zentralkomitee der SED. Er wurde 1989 wegen Pressemeldungen über kriminelle Handlungen von Firmen des Bereichs für Kommerzielle Koordinierung des Ministeriums für Außenhandel aus der SED ausgeschlossen und floh mit seiner Frau in die Bundesrepublik Deutschland, wo er seit 1990 am Tegernsee in Bayern lebt. Unter anderem wurden Schalck-Golodkowski der Verstoß gegen das Betäubungsmittelgesetz, Veruntreuung, Spionage und Betrug vorgeworfen, die Verfahren wurden jedoch bis 1993 eingestellt.