Irgendwo, ziemlich weit weg, gibt es einen Planeten namens
K2-18b, der seine Sonne innerhalb der bewohnbaren Zone umkreist: Man könnte dort ein Glas Wasser hinstellen, und es würde weder verdampfen noch gefrieren,
erzählt Enno Schöningh in der
taz. Es könnte der erste von Wissenschaftlern entdeckte Planet sein, auf dem es Leben gibt. Denn die Wissenschaftler fanden auch "Hinweise auf Wasserdampf, Kohlendioxid, Methan - und auch auf
Dimethylsulfid (DMS). Das ist ein Molekül, das auf der Erde nur von lebenden Organismen produziert wird, größtenteils von marinem Phytoplankton. Deshalb vermuteten sie, dass der Planet einen Ozean haben könnte. Die Hinweise auf DMS waren jedoch äußerst schwach, und viele Astronom*innen forderten belastbarere Hinweise. Mitte April hat das Forschungsteam daher K2-18b mit einem anderen Instrument des James-Webb-Weltraumteleskops (JWST) beobachtet. Dieses Mal fanden sie ein viel stärkeres Signal für DMS und zusätzlich auch für ein verwandtes Molekül namens
Dimethyldisulfid (DMDS), das auf der Erde ebenfalls nur von Lebewesen produziert wird."