Stichwort

Kollegah

22 Presseschau-Absätze - Seite 1 von 2
Efeu 18.06.2018 […] Für "kurzsichtig" hält tazlerin Julia Lorenz die Entscheidung der Düsseldorfer Staatsanwaltschaft, das Verfahren gegen Farid Bang und Kollegah einzustellen: Die beiden Rapper "arbeiten sich in brutaler Rhetorik an Marginalisierten, an Frauen und Homosexuellen, Jüdinnen und Juden ab. Solche Verwünschungen mit dem Verweis auf Kunstfreiheit zu schützen, nur weil sie jemand in Form von strunzlangweiligen […] gen und wenig revolutionären Songs in die Welt blökt, ist ein fatales Signal." Michael Hanfeld stimmt in der FAZ zu: "Für die Bedeutung und Tragweite der Texte von Kollegah und Farid Bang hat Campino ein besseres Gespür als die Staatsanwaltschaft", denn "die Judenvernichtung bei jeder Gelegenheit für einen vermeintlich coolen Gag oder eine lässige Zeile (...) heranzuziehen, also für etwas ganz Normales […]
Efeu 21.04.2018 […] Was bleibt von der Echo-Debatte, vom Skandal rund um Farid Bang und Kollegah und deren antisemitische Schlagseiten? Die Feuilletons sortieren die Lage. Für ein komplettes "Elend" hält Jens Uthoff im taz-Kommentar die ganze Debatte und die Reaktionen: Ärgerlich sind nicht nur Allgemein-Verteufelungen des Genres, sondern insbesondere auch die Ignoranz von Betrieb und Öffentlichkeit, mangels Interesse […] scher Agitation, aber als skrupelloses Spiel mit antisemitischen Klischees. Und zwar auch und gerade in den Texten der größten Stars. ... Der Hirnstunt all jener Freunde der Gegenwartskultur, die Kollegah und deutschen Gangsta-Rap verteidigen, geht folglich so: Bitte das alles nicht zum Nennwert nehmen, sondern als geiles Abbild der Straße betrachten, obwohl doch genau darauf alles, was da gereimt […]
Efeu 19.04.2018 […] kollektiven Entwöhnungsprozess" vor, was Leute wie Kollegah und Co. betrifft. Dass Kollegah, mit echtem Namen Felix Blume, gerne mal mit wirren Narrativen und Ideologien zündelt, belegt Leon Holly im Tagesspiegel anhand des bereits vor zwei Jahren erschienenen und damals von kritischen Reaktionen kaum begleiteten Videos zu "Apokalpyse", in dem sich Kollegah  Versatzstücke antisemitischer Weltenlauf-De […] Gestern hat sie sie noch verteidigt, heute erklärt die Plattenfirma BMG, sie wolle die weitere Kooperation mit Kollegah und Farid Bang nach den Turbulenzen der letzten Tage bis auf weiteres ruhen lassen. Außerdem spendet sie 100.000 Euro an ein Programm gegen Antisemitismus. Für "modernen Ablasshandel" hält das Jens Balzer auf ZeitOnline und erinnert daran, dass das dort veröffentlichte, jetzt in der […]
Efeu 18.04.2018 […] Deutschland hat den Echo und Kollegah, die USA den Pulitzer-Preis und Kendrick Lamar, letzterer der erste Rapper, der je mit dem Pulitzer ausgezeichnet wurde: "Ein Künstler von höchstem Rang", der insbesondere vor dem Hintergrund des gesellschaftspolitischen Klimas in den USA wertvolle Arbeit leistet, meint Dietmar Dath dazu in der FAZ. Der im Fitnesstudio schwitzende Angeber Kollegah dagegen müsse "Fragen […] Jan Feddersen den in Deutschland viel zu wenig gewürdigten Weltbürger und Beatles-Freund Klaus Voormann, der den Stein ins Rollen brachte. Sehr dankbar, dass sich im Rap nicht nur Schreihälse wie Kollegah & Co tummeln, ist im übrigen auch Bernhard Haysinger, der sich auf ZeitOnline freut, dass ausgerechnet der früher so laute, derbe Fler mittlerweile zum ruhigen Trap gefunden und damit einen Hauch […]
Efeu 16.04.2018 […] verteidigt Dennis Sand indessen die ästhetischen Codes des Battle-Rap, dem das inkriminierte Stück von Kollegah und Farid Bang zuzurechnen ist: Höhnische Textzeilen über KZ-Insassen seien ja gar nicht ernst gemeint und sollten vor dem Hintergrund des Genres verstanden werden - schlimm sei nur Kollegahs Auftreten jenseits solcher Zeilen: Da vertritt er eben tatsächlich Verschwörungstheorien vor großem […] Nach den Protesten gegen die Echo-Auszeichnung für Kollegah und Farid Bang, die wegen antisemitischer Textzeilen in die Kritik geraten waren, kündigt Florian Drücke, der Vorstandsvorsitzende des Bundesverbandes Musikindustrie, ein Umdenken an, meldet die taz mit der dpa: Man beabsichtige eine "umfassende Analyse und die Erneuerung der mit der Nominierung und Preisvergabe zusammenhängenden Mechanismen […]
Efeu 13.04.2018 […] he Beleidigungen geht - und auch um die Diskriminierung jeder anderen Religionsform." Kollegah und Farid Bang reagierten darauf wenig später und versuchten den Tote-Hosen-Rocker auf der Bühne mit einer Karikatur lächerlich zu machen, so dass man sich prompt fragte, wie viel fragile Verletzlichkeit Kollegah, der bürgerlich Felix Blume heißt und zu Gymnasialzeiten Malwettbewerbe gewonnen hat, wohl […] Gestern Abend wurden die Gangsta-Rapper Kollegah und Farid Bang mit dem Branchenpreis Echo ausgezeichnet. Vorangegangen war dem eine Kontroverse rund um antisemitische Textzeilen. Campino nutzte die Bühne für ein ausführliches Statement gegen die Provokationen der Rapper und fragte: "Wann ist die moralische Schmerzgrenze erreicht?" Für ihn sei diese Grenze dann überschritten, "wenn es um frauenverachtende […] Gangsta-Rapper will Skandal, ohne ihn ist der nichts." Im Tagesspiegel fasst Markus Lücker den Abend zusammen, während Nadine Lange nochmals ihre Empörung über die Nominierung unterstreicht: "Dass man Kollegah und Farid Bang bei der live im Fernsehen übertragenen Echo-Verleihung überdies noch auftreten lässt, ist allerdings nicht nachvollziehbar. Das lässt alle Distanzierungsstatements, die der Verband […]
Efeu 12.04.2018 […] Wer in der aktuellen Kontroverse um den Echo-Preis den Antisemitismus in den Stücken von Kollegah und Farid Bang skandalisiert, muss auch generell über Antisemitismus sprechen, mahnt Christian Werthschulte in der taz: "Von Deutschlandfunk bis Tagesspiegel herrscht Einigkeit darüber, dass die Deutschrap-Szene ein Antisemitismusproblem habe. Dabei vertreten rund 20 Prozent der Deutschen antisemitische […] he Ansichten - der eine oder die andere DeutschrapperIn wird darunter sein. ... In der Debatte über Kollegah tritt ein Aspekt hervor, der den Diskurs über muslimischen Antisemitismus dominiert: Er gilt als Sache einer Minderheit, damit man nicht über den Antisemitismus im eigenen Umfeld reden muss." Als reine Branchenveranstaltung, bei der die Musikindustrie auf schmerzlich ununterhaltsame Weise ihre […]