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Hans Blumenberg

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Die Matrix und ihre Feinde

Essay 17.06.2013 […] antipolytheistischer und idolophobischer Affekt artikuliert. Die Konstellation ist nicht neu, schon in den achtziger Jahren polemisierten Jacob Taubes (und Richard Faber) gegen Odo Marquards (und Hans Blumenbergs) Rehabilitierung des griechischen Polytheismus als erste und einzig demokratiekompatible, weil Gewaltenteilung mythologisch präfigurierende Religionsform.[39] Die Akteure sind jetzt andere (neben […] beschrieben wurde. Cum grano salis spricht Hans Belting in diesem Zusammenhang von einer "aufgeklärten Idolatrie".[47] In eine ganz andere Richtung, die einer parodistischen "Umbesetzung" (würde Hans Blumenberg sagen), weist Milan Kunderas Ableitung des Starkultes aus dem Auserwähltheitsbedürfnis, wenn die imaginäre Exklusivität des narzisstischen Performers die symbolische Exklusivität des religiösen […] . [38] Gershom Scholem: "Zur Kabbala und ihrer Symbolik". Frankfurt 1973 (1960). Zitate S. 143f. [39] Odo Marquard: "Lob des Polytheismus". In: "Abschied vom Prinzipiellen", Stuttgart 1981; Hans Blumenberg: "Arbeit am Mythos", Frankfurt 1979; Jacob Taubes: "Zur Konjunktur des Polytheismus" (1983) in: "Vom Kult zur Kultur", München 1996; Richard Faber: "Der Prometheus-Komplex", Würzburg 1984. [40] […] Von Daniele Dell'Agli