Jean-Baptiste Huet I: "Zwei Widderköpfe", 1769. Kunsthalle Bremen - Der Kunstverein in Bremen. Einen spannenden Einblick in die Arbeit von Provenienzforschern verdankt Wolfgang Krischke (FAZ) der Bremer Kunsthalle, die in der Ausstellung "Corot bis Watteau?" nicht nur der Herkunft, sondern auch der Zuschreibung der Grafiken französischer Künstler des 16. bis 19. Jahrhunderts aus der Sammlung nachspürt und in informativen Objektbiografien darstellt. "Zu den Höhepunkten gehört die in vielstufigen Braun- und Beigetönen gehaltene Federzeichnung eines gigantischen Wasserfalls, dessen Erhabenheit durch den Kontrast zu zwei winzigen Beobachtern im Zentrum des Bildes noch erhöht wird. Das Blatt, dessen Duktus und Stimmung eine Seelenverwandtschaft zur deutschen Romantik aufweist, wird nicht mehr wie früher dem Klassizisten Jacques-Louis David, sondern dem Architekten und Zeichner EugèneViollet-le-Duc zugeschrieben und zeitlich zur Mitte des 19. Jahrhunderts hin verlegt."
Bestellen Sie bei eichendorff21!Weiteres: Für Monopolporträtiert Saskia Trebing den norwegischen Künstler und Schriftsteller Matias Faldbakken, dessen Roman "Armes Ding" vergangenes Jahr auf Deutsch erschien und der aktuell ein Mahnmal für die Opfer der Anschläge von Oslo und Utøya gestaltet. Besprochen werden außerdem die FridaOrupabo-Ausstellung "Spectrum - Internationaler Preis für Fotografie" der Stiftung Niedersachsen im Sprengel-Museum in Hannover (taz) und die Ausstellung "European Realities. Realismusbewegungen der 1920er und 1930er Jahre in Europa" im Museum Gunzenhauser in Chemnitz (NZZ, mehr hier).
Installation view: Emma Talbot, Human/Nature, 2025. Produced by ΕΜΣΤ. Courtesy the artist and Galerie Onrust, Amsterdam. Photo by Paris Tavitian "Why Look at Animals" ist die Schau im Nationalmuseum für Zeitgenössische Kunst in Athen nach John Bergers gleichnamigem Essay benannt - und unter dem erweiterten Titel "A Case for the Rights of Non-Human Lives" werden hier in über zweihundert Werken Tierrechte und das menschliche Verhältnis zur Natur verhandelt, staunt Lorina Speder in der taz: "Oft sind es Nutztiere, die in der Ausstellung auf der Leinwand erscheinen. Wie Mastschweine in Ang Siew Chings Video 'High-Rise Pigs'. Die singapurische Künstlerin thematisiert deren kurzes Leben im Zhongxin Kaiwei Pig Building, der mit 26 Etagen größte Massentierhaltungsstall der Welt. Er wurde Ende 2022 in der chinesischen Provinz Hubei fertiggestellt und überschattet mit seinem Gestank und der architektonischen Größe das Dorf, in das er platziert wurde. Dass man dabei neben Eindrücken der beklemmenden Innenarchitektur auch von der Züchtung zusätzlicher Brustwarzenpaare für die Säue erfährt, lässt erschaudern."
Pünktlich zum hundertsten Geburtstag von Jean Tinguelyreist Andreas Sieler für die FR nach Basel um die Dauerausstellung im Tinguely-Museum zu besuchen. Besonders beliebt war Tinguely in der Schweiz allerdings zunächst nicht, erinnert Philipp Meier in der NZZ. Bekannt wurde er zunächst im Ausland, etwa in Italien, wo Tinguely "im November 1970 einen riesigen Phallus in die Luft gehen ließ. Der über zehn Meter hohe Penis explodierte aber immerhin vor den Blicken von rund 8000 Zuschauern und schätzungsweise 5000 Tauben. 'Vittoria' - Sieg - nannte Tinguely seine ephemere Skulptur, die den Untergang des Symbols von Männlichkeit darstellen sollte. Und das war durchaus als bissiger Kommentar des Schweizer Künstlers zur hitzig geführten Debatte um das Frauenstimmrecht in seiner Heimat zu verstehen - Tinguely war ein Fürsprecher der Gleichberechtigung."
Weitere Artikel: In der Zeit hat Hanno Rauterberg nichts dagegen, dass die Gleichstellungsbeauftragten des Bundesamts für zentrale Dienste und offene Vermögensfragen in Berlin die Kopie der Medici-Venus aus dem Foyer verbannte: Allerdings nicht, weil die Nacktheit der Göttin als sexistisch empfunden werden könnte, wie die Gleichstellungsbeauftragten befürchteten, sondern weil jene Kopie vermutlich als NS-Raubgut in den Besitz von Hermann Göring kam, so Rauterberg. In der Berliner Zeitungschreibt Timo Feldhaus zum Tod von Eva, die als Teil des schillernden Berliner Paars "Eva & Adele" fester Bestandteil der Berliner Kunstszene war. Die Art Basel zieht nach Doha, meldet Jörg Häntzschel in der SZ und fragt: Wie wird man das "Dilemma mit den Menschenrechten" in Katar lösen? Auch Klaus Englert (FAZ) und Saskia Trebing (Monopol) haben dem neuen Migrationsmuseum Fenix (unsere Resümees) in Rotterdam nun einen Besuch abgestattet. Bei Monopolblickt der Maler Hans-Hendrik Grimmling, Mitorganisator des legendären Ersten Leipziger Herbstsalons in der DDR, auf seine Zeit zwischen Repression und Rebellion zurück.
Besprochen werden außerdem die Ausstellung "120 Jahre Brücke. 120 Berliner*innen. 120 Werke" im Berliner Brücke-Museum (taz), die Ausstellung "PhotonenSpur und Paragraphen" mit langzeitbelichteten Fotos von Plenartagungen und Politikertreffen von Angelika Kohlmeier im Berliner Willy-Brandt-Haus (taz) und die Ausstellung "KlimaZeugen" mit Fotografien von Thorsten Klapsch im Berliner Haus#1 (Tsp).
Der jüdische Künstler Leon Kahane erklärt Johanna Adorján in der SZ, warum er Gerhard Richters künstlerische Beschäftigung mit Auschwitz, etwa in einem direkt dort vor Ort aufgebauten Museumspavillon, für falsch hält: "Du sollst dir kein Bildnis machen, so lautet gleich das zweite mosaische Gebot. (...) Von nun an sollte man keinen Götzen mehr heiligen wie in allen anderen Religionen, sondern Gott war alles und zugleich nichts, hatte nicht mal einen richtigen Namen, fand allein in der intellektuellen Auseinandersetzung statt. Dieses Gebot hat das Judentum seinem Wesen nach zutiefst geprägt. Was aber ist ein neu errichteter Museumspavillon in Auschwitz, errichtet für die Kunst eines der bedeutendsten, teuersten lebenden Künstler, anderes als ein Götze? Und wie kommt man auf die Idee, einem der wichtigsten jüdischen Gesetze ausgerechnet an diesem Ort mit einem eigens ausgesuchten Zitat zu widersprechen?"
Außerdem: Christo und Jeanne-Claudes "Verhüllter Reichstag" kommt wieder - als Lichtprojektion, wie Jörg Häntzschel in der SZ vermeldet. Wurde ein Klimt-Gemälde rechtswidrig aus Ungarn ausgeführt? Diesem von ungarischer Seite erhobenen Vorwurf geht Olga Kronsteiner im Standard nach. Matthias Heine meint in der Welt: Wenn Gleichstellungsbeauftragte, wie zuletzt im "Bundesamt für zentrale Dienste und offene Vermögensfragen", Venusstatuen abmontieren lassen, dann sollte man das zum Anlass nehmen, Gleichstellungsbeauftragte zu demontieren. Marcus Boxler spricht auf monopol mit der Künstlerin Charlie Stein über SUVs. Die Art Basel gründet mit Investorenhilfe einen Ableger in Doha, erfahren wir auf monopol von Stefan Kobel. Leonie March unterhält sich in der FR mit der Künstlerin Tuli Mekondjo über deren Kunstwerk zum ersten Artikel des Grundgesetzes und die Rückführung toter Vorfahren aus Deutschland nach Namibia.
Besprochen werden die Performancekunst-Schau "The Cynics Republic - Plac Defilad" im Museum für Moderne Kunst Warschau (monopol), die Ausstellung "Prachtstücke - Paul Kleinschmidt. Malerei 1922-1939" im Hamburger Ernst-Barlach-Haus (taz), die antisemitischen Bildern gewidmete Schau "#FakeImages - Gefahren von Stereotypen erkennen" an der TU Berlin (BZ) und Thomas Lanigan-Schmidts Schau "Lemon Sour Balls in Cherry Syrup" in der Berliner Galerie Buzzer Reeves (taz).
Fenix-Tornado-Museum. Foto: Iwan Baan. In der tazempfiehlt auch Bernhard Schulz einen Besuch des neu eröffneten "Fenix"-Museum in Rotterdam (unsere Resümees): "Gleich beim Aufstieg aus dem Erdgeschoss fällt der Blick auf das gut sechs Meter lange Stoffmodell eines New Yorker Stadtbusses der Linie M5, das Red Grooms detailgetreu ausgestattet hat, Fahrgäste inklusive. Ein hölzernes Boot mit Außenbordmotor, das 19 Geflüchtete nach Lampedusa brachte und von der dortigen Küstenwacht beschlagnahmt wurde, erinnert an die dunkle Seite der Migration - und stellt, vor einem großen Fenster mit Blick auf den benachbarten 'Tränenkai' der Auswandererschiffe aufgestellt, die Nachbarschaft von gewollter und erzwungener Migration eindrücklich her."
Weitere Artikel: In der FRwidmet sich Judith von Sternburg fasziniert Paul Klees Bild "Angelus Novus" und der Lebensgeschichte Walter Benjamins, die die Ausstellung "Der Engel der Geschichte. Walter Benjamin, Paul Klee und die Berliner Engel 80 Jahre nach Kriegsende" im Bode-Museum aufgreift.
Dass Monster Chetwynd gerade diesen Künstlernamen gewählt hat, leuchtetNZZ-Kritiker Philipp Meier nach dem Besuch ihrer Ausstellung "The Trompe L'Oeil Cleavage" im Kunsthaus Zürich völlig ein. Ihre Freude an Pappmaché-Insekten lässt ihn ein wenig an Surrealismus und Pop-Art denken: "Diese bunten Pappmaché-Insekten sind Requisiten aus Monster Chetwynds Kostümbällen und Mysterienspielen, die sie jeweils mit Dutzenden von Künstlerfreunden aufführt. Das karnevaleske Treiben, das in der Schau in einigen Filmen zu sehen ist, artet dabei regelmäßig in eine Orgie mit selbst gebastelten Fantasiewesen aus. Viele dieser Objekte aus Monster Chetwynds Performances wie etwa die riesigen Tatzelwürmer haben nun in der Ausstellung ein zweites Leben bekommen."
Weiteres: Die tazerinnert an den Maler Gustav Wunderwald, der vor achtzig Jahren gestorben ist.
Besprochen werden: Alex Müllers Ausstellung "Alexandraplatz" in der Zitadelle Spandau (Monopol) und Rashid Johnsons Ausstellung "A Poem for Deep Thinkers" im Guggenheim New York (FAZ).
Weitere Artikel: Bei Monopolversucht der Ökonom, Soziologe und Autor des Buches "Anstößige Bilder. Gesellschaftskampfspiele um den Documenta-Fifteen-Skandal"Michael Hutter nicht nur, die Diskrepanz zwischen den Reaktionen von Politik und Medien auf der einen Seite und der Kunstwelt auf der anderen Seite zum Antisemitismus-Skandal bei der Documenta 15 (unsere Resümees) mit der Systemtheorie zu erklären, er wirft auch beiden Seiten vor, den Skandal in Folge instrumentalisiert zu haben. In der FAZ schreibt Alfons Kaiser den Nachruf auf den im Alter von 88 Jahren gestorbenen Maler und Modeunternehmer Christoph von Weyhe. In der NZZfragt sich Philipp Meier, weshalb Alberto Giacomettis Büste "Grande tête mince (Grande tête de Diego)", geschätzt auf mindestens 70 Millionen Dollar, bei einer Auktion bei Sotheby's kein einziges Gebot fand.
Helen Chadwick: "A glossy lock of hair intertwined with a pig's intestines'". Loop my Loop by Helen Chadwick. Photograph: Estate of Helen Chadwick. Photo courtesy of Richard Saltoun Gallery, London, Rome and New York. Im Guardian ist Hannah Clugston dankbar, dass das britische Hepworth Wakefield der 1996 im Alter von nur 42 Jahren verstorbenen Künstlerin Helen Chadwick nun eine große Retrospektive widmet. Auch wenn der Kritikerin der Duft von 800 Kilo Milchschokolade, der aus einem Schokobrunnen strömt, schnell im Halse stecken bleibt: "Dieses Hin und Her - das Angenehme und das Ekelhafte - zieht sich durch Chadwicks gesamtes Werk. … In 'Loop My Loop' verknotet sich eine glänzende Haarsträhne mit den Eingeweiden eines Schweins; in 'Piss Flowers' werden aus Urin wunderschöne, organische Blüten geformt, und in 'Agape' leuchten glänzende Mandeln durch einen Leuchtkasten und erzeugen einen blutigen Effekt. Die Künstlerin verwendet eine ungewöhnliche Materialvielfalt, um Reaktionen bei ihrem Publikum hervorzurufen. Sie möchte, dass wir fühlen, nicht denken. Sie greift auf unser Unterbewusstsein, auf unsere Begierden zurück und fordert uns auf, zu ergründen, warum ein pelziger Tisch oder ein Haufen saftiger Würmer uns gleichzeitig anziehen und abstoßen."
Weitere Artikel: Für die FAS spricht Thomas David mit dem belgischen Künstler Luc Tuymans, dessen Freskenzyklus "L'Orphelin" im Pariser Louvre Ende Mai wieder weiß übermalt wird, unter anderem über sein simuliertes Putin-Porträt. Dass in Darmstadt und Heidelberg gleich zwei Open-Air-Ausstellung mit Skulpturen des britischen Bildhauers Tony Cragg zu sehen sind, nimmt Alexander Menden in der SZ zum Anlass, den Turner-Preisträger in seinem Wuppertaler Atelier zu besuchen. Marlene Dumas' Gemälde "Miss January" hat bei Christie's mit 13,6 Millionen Dollar einen Höchstpreis erzielt, meldet Sophie Jung in der taz. Für den Tagesspiegelbesucht Hubertus Butin das Museo Cerralbo in Madrid, das die üppige Sammlung des Aristokraten Enrique de Aguilera y Gamboa beherbergt. Ebenfalls im Tagesspiegelbesucht heute Nikolaus Bernau das niederländische Migrationsmuseum Fenix (unser Resümee), das ihm aber zu viel Licht hat. Nach Juergen Teller wird wohl Martin Parr für Saint Laurent fotografieren, freut sich Sabine Röthig in der Berliner Zeitung. Auf den Bilder und Zeiten-Seiten der FAZ schreibt der Kunsthistoriker Henrik Karge zum hundertfünfzigsten Todestag des Juristen Karl Schnaase, der zu einem der einflussreichsten Kunsthistoriker wurde.
Weiteres: Hans-Joachim Müller ist in der Welt nicht begeistert von einer Aktion der Berner Kunsthalle: der Künstler Ibrahim Mahamas hat die Fassade nach Christo-Vorbild mit Jutesäcken verhängt, als "kritischen Kommentar zum eurozentrischen Fokus der Kunsthalle" - Müller vermisst hier unter anderem Christos Eleganz. Besprochen werden die Ausstellung "Worin unsere Stärke besteht" im Schloss Biesdorf, die Kunst aus der DDR zeigt (taz), und die Ausstellung "Kunst fühlen. Wir. Alle. Zusammen" in der Kunsthalle Bremen, die sich mit dem Thema Kunst für Menschen mit Sehbehinderung auseinandersetzt (taz).
Direkt neben dem in Warschau äußerst unbeliebten stalinistischen Kulturpalast steht jetzt das neue Museum für Moderne Kunst, berichtet Ronald Pohl im Standard. Dass es als ideologischer Gegenentwurf zum Nachbargebäude verstanden werden will, lernt Pohl in der von Pierre Bal-Blanc kuratierten, der performativen Kunst gewidmeten Ausstellung "The Cynics Republic - Plac Defilad". Pohl freut sich darüber, dass die Schau "jeder Vorstellung von Repräsentation ein Schnippchen" schlägt: "Über drei Stockwerke erstreckt sich die temporär errichtete 'Republik'. Einerseits ist sie vertikal und wird von emsigem Gesumme erfüllt. Man kann sich auch vom grandiosen Gesang einer polnischen Meredith Monk euphorisieren lassen, oder man sucht die Begegnung mit Zeugnissen feministischer Kunst 'avant la lettre', etwa von der Land-Artistin Teresa Murak. Fast wichtiger noch: Dementiert wird jede falsche Vorstellung von Repräsentation, exemplifiziert von Protzbauten à la Kulturpalast."
Weitere Artikel: Elke Buhr berichtet für monopol vom Kunstfestival "Various Others" im Münchner Bayerischen Hof. Michael Pilz bespricht in der Welt einen Fotoband, in dem Daniel Biskup die Loveparade 1995 wieder erlebbar macht. Das Kunsthaus Zürich soll in Zukunft unter anderem mithilfe einer neu gegründeten Stiftung finanziert werden, so Philipp Meier in der NZZ.
Besprochen wird Teil eins der dreiteiligen Ausstellungsreihe "Lesbian Legacies" in der Berliner Galerie Scherben (taz), eine Ólafur-Elíasson-Schau in der Berliner Galerie Neugerriemschneider (FR) und "Thirsty Machines: AI on Tap", eine Kooperation von Prater Digital und SOMA Art Berlin (Berliner Zeitung).
"Kleine Ausschnitte von Frauen" bewundert FAZ-Kritiker Florian Heimhilcher in einer Ausstellung der österreichischen Künstlerin Maria Hahnenkamp im Wiener Belvedere 21. Hahnenkamp "fragmentiert, zerschneidet oder reibt ihre Fotografien ab, um alternative Wahrnehmungsmodi an die Stelle bloßer Schaulust zu setzen", was für Heimhilcher durchaus funktioniert. Auch wenn die Künstlerin "in Pop-Art-Manier ansehnlich vergoldete und mit Seide ausgekleidete Parfum-Verpackungen ausstellt. Die Duftfläschchen, symbolische Statthalter der begehrten Frauenkörper, finden sich jedoch nicht darin. Spielerisch mahnt Hahnenkamp damit mögliche Ausschlüsse an. An anderer Stelle collagiert und bestichelt sie einen Passepartoutkarton. Daneben überträgt sie dann ein ähnliches Muster mittels In-Situ-Bohrung direkt in die Ausstellungswand. Während der gewöhnliche Karton schnell die Aufmerksamkeit auf sich zieht, ist die wesentlich aufwendigere Wandbohrung eine leicht zu übersehende Randerscheinung."
Weitere Artikel: In der NZZtrauert Philipp Meier um die kamerunisch-schweizerische Kuratorin Koyo Kouoh, die überraschend verstorben ist. Alexander Kosenina ist in der FAZ begeistert von einem neuentdeckten Ölgemälde des Berliner Rokoko-Künstlers Daniel Chodowiecki, das die Göttin Minerva zeigt und für religiöse Toleranz wirbt. In der FRgratuliert Ingeborg Ruthe dem Kunstareal "Leipziger Baumwollspinnerei", das zu seinem 20. Jubiläum Gemälde von Rosa Loy (Kleindienst) und Neo Rauch (Galerie Eigen+Art) ausstellt. Besprochen wird die Ausstellung "Stille" mit Werken von Ernst SchroederGalerie Pankow in Berlin (taz) und die Ausstellung "21 x 21. Die Ruhrkunstmuseen auf dem Hügel" in der Essener Villa Hügel (Tsp).
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