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Oper

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Efeu 28.03.2018 […] engagierten Gestus ist sozusagen der Funke des Unerhörten abhandengekommen", meint die Opernregisseurin Barbara Beyer in der Zeit. Für die Oper schwebt ihr eine Erneuerung vor: "Vielleicht mit einem Zurück zur Musik. Vielleicht gelingt es der Regie, den Gesang in der Oper wieder ins Recht zu setzen und den Zustand des Außer-sich-Seins im Akt des Singens solcherart zuzulassen, dass Unverstelltes, Entwaffnendes […] Eleonore Büning in der NZZ schreibt),  Herbert Fritschs "Null" an der Berliner Schaubühne (SZ, taz), Jossi Wielers Donizetti-Inszenierung "Don Pasquale" an der Oper Stuttgart (FR), die Berliner Premieren von "Ritter Blaubart" an der Komischen Oper und Verdis "Falstaff" an der Staatsoper (FAZ). […]
Efeu 15.07.2017 […] Dass der Oper die museale Erstarrung droht, liegt auch an den heute meist unerträglichen Libretti aus dem 19. Jahrhundert. Man betrachte nur die klischeehaften Frauenfiguren! Reinhard J. Brembeck plädiert deshalb in der SZ für radikale Umschreibung, wie sie etwa Calixto Bieito 2003 in Hannover mit der "Traviata" gewagt hatte: "Statt vorschriftsmäßig an Tuberkulose zu sterben, zieht Bieitos Traviat […] Castorfs Inszenierung von Molières "Kabale der Scheinheiligen" in Avignon (Tagesspiegel), Mozarts "Zauberflöte" auf der Burgruine im österreichischen Kamptal (Presse, Standard), Mieczysław Weinbergs Oper "Die Passagierin" an der Dresdner Semperoper (Tagesspiegel) und Jan Fabres Choreografie "I am a mistake" zum Auftakt des Impulstanz in Wien (Standard). […]
Magazinrundschau 12.04.2016 […] wertvollsten Produktionen entstehen gegenwärtig in den Konzertsälen und alternativen Spielstätten. Doch diese Orte sind nicht in der Lage als Rettungsring für die Oper zu dienen. Mit der Zeit müsste der Reformprozess die klassische Oper erreichen ... denn das Stammpublikum wird immer älter." […] Im Interview mit András Lindner sprechen die Dirigenten Ádám und Iván Fischer über die Bedeutung des Regietheaters für die zeitgenössische Oper. Für Ádám Fischer ist eine Balance zwischen Musik und Inszenierung entscheidend: "Wirkliches Theater entsteht dann, wenn die Musik nicht überproportional gut ist. Wenn die Sänger und der Dirigent alles übertrumpfen, bleibt das Theatererlebnis der Produktion […]
Efeu 07.04.2015 […] noch nicht allzu lange her ist, dass die Oper als im Aussterben begriffenes Fossil galt: "Die scheinbar antiquierte Oper passt wegen ihrer multimedialen Qualitäten so gut ins digitale Zeitalter wie kaum eine andere Spielart der überkommenen Hochkultur. Musik und Text, Bühnenbild und Schauspielkunst vermischen sich zu einer Art virtuellem Gesamtkunstwerk - und befriedigen doch die Sehnsucht nach körperlicher […] In der Oper ist die Finanz- und Schuldenkrise längst überwunden, schreibt Ralph Bollmann in der FAS (nachträglich online gestellt): Krisenländer bieten längst wieder volle Spielpläne, überall wird saniert, wenn nicht gleich neugebaut (12 neue Häuser in Europa seit dem Jahr 2000!) und über ausbleibenden Publikumszuspruch kann sich auch kaum jemand beschweren. Keine schlechte Bilanz dafür, dass es noch […]
Magazinrundschau 18.03.2014 […] Deborah Weisgall, Tochter eines Komponisten, ist mit Opern groß geworden. Sie liebt sie, aber mit der Metropolitan Opera in New York ist sie nie so recht warm geworden, erzählt sie. Alles so weit weg, selbst wenn man einen wirklich guten Platz hat. Aber ins Kino? Zu einer Opernübertragung der Met, wie sie in dieser Saison in knapp 1950 Kinos in 65 Ländern (auch in Deutschland) gezeigt werden? Als sie […] sie dann doch ging, war es das erste von vielen Malen: "Ich habe seitdem wenig Opern im Kino verpasst. Das Multiplex, sein Popcorn und die Videospiele, wurde zu einem Teil seines populistischen Charmes. Es kümmerte mich nicht, dass Maschinengewehrfeuer aus "Zero Dark Thirty" im Nebensaal Aidas zärtliche Heimweh-Arie unterbrach - oder dass die Kamera nur einen flüchtigen Blick auf die Tänzer und Pferde […]