In diesem Buch wird die Geschichte der Freiheit und ihrer Regierung bzw. Regulierung erzählt. Dabei zeigt sich: Die Sache der Freiheit war immer komplex. Zwar gab es für den Liberalismus keine Alternative zu ihr, doch er vergisst allzu schnell, dass man ihre Geschichte so wird erzählen müssen, dass auch eine Vor- und Frühgeschichte ins Blickfeld rückt. Dass es eine Freiheit vor dem Liberalismus gibt, hat Quentin Skinner gezeigt; und davon, dass es auch eine danach gibt, leben die Postmodernen: Sie entdecken "Kinder der Freiheit", deren erfrischende Spontaneität nichts mehr mit der pflichtgemäßen Vernünftigkeit früherer Generationen zu tun hat. Zur Genüge diskutiert worden ist schließlich, dass selbst innerhalb des Liberalismus zahllose Stadien oder Varianten mit je eigenen Freiheitsgraden einander abgelöst haben. Durch das Dickicht all dieser Freiheiten schlägt diese Arbeit eine Schneise und verbindet dabei systematische mit historischen Überlegungen.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 21.11.2003
Wolfgang Fachs "Die Regierung der Freiheit" eröffnet nach Ansicht von Rezensent Hartmut Kaelble eine "überraschende und wichtige Perspektive" für den Blick auf die Idee der Freiheit: nicht die Freiheit des Individuums, sondern die des Systems, des Staates steht hier im Mittelpunkt. In seiner Darstellung der westlichen Freiheitsdebatte während des 18. und 19. Jahrhunderts verfolgt Fach die wichtigsten Themen des Freiheitsdiskurses, etwa die Debatte über die Erziehung zur Freiheit oder den Diskurs über die Schwierigkeiten der menschlichen Psyche mit der Freiheit, berichtet Kaelble. Dabei gehe Fach auch den Gefahren und Sackgassen des historischen Freiheitsdiskurses nach. Zum Bedauern Kaelbles ist Fachs Buch, obwohl gut geschrieben, nicht leicht zu lesen. Der rote Faden sei oft schwer zu finden. Am Ende bleibt für Kaelble zudem die Frage offen, welche Konsequenzen Fach aus seiner Geschichte der Ideen von regulierter Freiheit zieht.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 02.08.2003
Der mit "lx" zeichnende Rezensent beobachtet leicht amüsiert, dass Wolfgang Fach in seiner "Geschichte des Freiheitsgedanken" zu einem ähnlichen Schluss kommt, wie er schon im Eintrag "Freiheit" in einem liberalen Staatslexikon des Jahres 1838 zu finden ist, und der etwas desillusioniert festhält, dass Freiheit ein "schmeichelndes, aber leider sehr vieldeutiges Wort" sei. Mehr als hundertfünfzig Jahre später gelte es immer noch, so der Rezensent, "der Freiheit eine Gasse zu schlagen", und dies sei in erster Linie auf die Frage der "staatlichen Maßnahmen" bezogen. Wie kann der Bürger vernünftig werden ohne Untertan zu sein? Fach, so der Rezensent, geht der Geschichte dieser Fragestellung auf den Grund.
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