Die Industrie hat unser Essen standardisiert: Die immergleichen Grundstoffe werden mit Geschmacksverstärkern, zweifelhaften Aromen und Zucker aufgepeppt. Schwammige Gesetze öffnen Tür und Tor für gezielte Irreführung der Kunden. Unsere Ernährung wird immer künstlicher, unsere Geschmacksnerven werden von Kindheit an auf Chemikalien und Süßstoffe abgerichtet. Tanja Busse zeigt, wie ein Menü im Jahre 2020 schmecken wird, wenn wir uns nicht eines Besseren besinnen.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 14.10.2010
Petra Steinberger hat drei Bücher über die Nahrungsmittelindustrie gelesen, die ihr ziemlich auf den Magen schlagen. Tanja Busses Buch über die Machenschaften der Nahrungsmittelkonzerne spannt einen "gewaltigen Bogen" von gesundheitlichen zu moralischen Konsequenzen der globalen Ernährungspolitik. Dadurch kann sie zwar nicht bei jedem Aspekt in die Tiefe gehen, räumt die Rezensentin ein. Allerdings lässt sich so wohl am ehesten das ganze Ausmaß der industriellen Nahrungsmittelindustrie mit seinen gesundheitlichen, politischen und moralischen Konsequenzen demonstrieren, so Steinberger aufgerüttelt.
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