Florencio Zaragoza Dörwald

Gifte in Lebensmitteln?

Mythen und Fakten
Cover: Gifte in Lebensmitteln?
Stritzinger Verlag, Dreieich 2006
ISBN 9783000187599
Gebunden, 206 Seiten, 24,00 EUR

Klappentext

Mit zahlreichen Abbildungen. Natürlich gesund? Mythen bestimmen unsere Eßgewohnheiten. Der Trend zu mehr Biolebensmitteln ohne Pflanzenschutzmittel und Wachstumsregulatoren ist ungebrochen. Aus der Sicht radikaler Ökologen ist das sicher eine erfreuliche Entwicklung, aus der Sicht eines Lebensmittelexperten stellt sich diese Thematik etwas vielschichtiger dar: Kaum jemand weiß, dass es in unserer Nahrung Gifte gibt, die natürlich, ohne menschlichen Eingriff entstehen, besonders dann, wenn keine Pestizide oder Konservierungsmittel eingesetzt wurden. Diese natürlichen Gifte werden von den Behörden weniger genau untersucht und weniger restriktiv gehandhabt als synthetische Zusatzstoffe, obwohl die Natur in der Regel viel tückischere Gifte produziert als der Mensch. Würde man zum Beispiel Kaffee, Estragon oder Champignons durch Mischen aller bekannten Komponenten herstellen, dann würden sie nie die Zulassung als Lebensmittel erhalten. Unbekannt ist zum Beispiel auch, dass Botox, ein Gift eines Bakteriums (in der kosmetischen Medizin gegen Falten eingesetzt), eines der effektivsten Gifte auf unserem Planeten ist. Ein halbes Kilogramm davon genügt, die Weltbevölkerung auszulöschen.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 28.08.2006

Rundum gelungen scheint Anne Bogdanski dieses Handbuch zum Dauerbrenner Gift in Lebensmitteln, das Florencio Dörwald vorgelegt hat. Sie würdigt das Buch als umfassend, kenntnisreich und auf dem aktuellen Stand der Forschung. Angetan zeigt sie sich von der verständlichen Vermittlung der notwendigen Grundlagen der Lebensmittelchemie. Auch das breite Informationsspektrum des Buchs hat Bogdanski beeindruckt: ob Fleisch oder Fisch, ob alkoholische oder koffeinhaltige Getränke, Hülsenfrüchte, Obst oder Pilze - sie findet keinen Aspekt, den der Autor nicht behandelt. Insgesamt bescheinigt sie dem Autor, Mythen von Fakten zu trennen und vor den wirklichen, von der Lebensmittelindustrie oft verschleierten Gefahren zu warnen.
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