Die Konflikte der Zukunft haben uns eingeholt: am 11. September 2001 in New York, zweieinhalb Jahre später in Madrid, immer wieder auf dem Balkan, fast täglich im Nahen Osten. Die Angst vor unüberlegten und unkalkulierbaren Aktionen der Bush-Regierung ist unter den Europäern inzwischen fast ebenso groß wie die Angst vor Anschlägen islamischer Terroristen. Die Welt hat sich in den letzten paar Jahren dramatisch verändert. Wie konnte es dazu kommen? Und was müssen wir tun, um unser politisches und ökonomisches Überleben auch im 21. Jahrhundert zu sichern? Ein Blick auf die Mächte, welche die Geschichte des 21. Jahrhunderts bestimmen werden, lässt nichts Gutes ahnen.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Rundschau, 29.06.2005
Rezensent Dieter Rulff kann gar nicht genug betonen, dass dieses Buch im Modus der Unfehlbarkeit geschrieben ist. Da wisse einer zweifelsfrei, dass es genau "vier globalen Gefährdungen" in der Welt gibt, und die könne er "kräftig und gut lesbar" formulieren. Helmut Schmidts Prosa sei alles andere als eine Analyse aus der Distanz, sie komme als "Handlungsanweisung" für Politiker daher. Alle "Gefährdungen" und entsprechenden Lösungsimperative hingen direkt oder indirekt vom Entscheidungsdiktat der USA ab. Folgerichtig stellt Schmidt "drei strategische Fragen für die USA" auf. Wird sie die Vereinten Nationen respektive Europa als Partner akzeptieren? Soll China als konkurrierende Wirtschaftsmacht ausgebremst werden oder steht Kooperation auf der Agenda? Der Rezensent beschließt mit dem Hinweis, die übersichtliche Weltlage in Helmut Schmidts Buch mache es "jedoch nicht so tauglich für das fein nuancierte, meist graue politische Alltagsgeschäft".
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